BM Pröll: Österreich will Partnerschaft
mit Slowenien stärken
 

erstellt am
24. 03. 03

Referendum ist wichtige Weichenstellung auch für Österreich
Ljubljana (bmlfuw) - Slowenien und Österreich verbindet eine politische Freundschaft, die einerseits von gemeinsamen Interessen getragen ist, andererseits aber auch von der der festen Überzeugung bestimmt ist, dass Verständigung und Dialog beiden Völkern mehr bringen, als Misstrauen und Konfrontation. Diese Partnerschaft wollen wir in den kommenden Jahren zum beiderseitigen Nutzen stärken, das slowenische Referendum über den Beitritt zur Europäischen Union ist daher auch für Österreich eine wichtige Weichenstellung. Das sagte der österreichische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dipl. Ing. Josef Pröll bei seinem ersten Auslandsbesuch seit seinem Amtsantritt am Freitag (21. 03.) in Ljubljana. Österreich werde entschlossen und konstruktiv an der weiteren Integration mitwirken, die Beitrittsakte am 16. April in Athen unterzeichnen und die Ratifikation der Beitrittsvertrages rasch vorantreiben.

Gerade auf dem Gebiet der Landwirtschaft konnte in den vergangenen Jahren eine hervorragende fachliche und besonders freundschaftliche Beziehung zwischen Österreich und Slowenien aufgebaut werden, erläuterte Pröll. Wir gehen in beiden Ländern von ähnlichen Erfahrungen, Strukturen und Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft aus. Ich bin daher davon überzeugt, dass in Zukunft der slowenische und der österreichische Landwirtschaftsminister auf europäischer Ebene vieles gemeinsam im Interesse ihrer Bauern werden erreichen können.

Sloweniens Landwirtschaft hat daher von der Integration in die Gemeinsame Agrarpolitik der Union nichts zu befürchten. Sloweniens Bauern sind aus meiner Sicht gut gerüstet für die Mitgliedschaft in der Europäische Union. Ich sage dies in der Überzeugung und vor dem Hintergrund der Erfahrung, die wir selbst im Zuge unseres Beitrittes zur Union gemacht haben: Als Österreich 1989 den Beitrittsantrag zur Union gestellt hat, war die Mehrheit der österreichischen Bauern gegenüber dem Beitritt mehr als skeptisch. Während der Beitrittsverhandlungen und in der Schlussphase vor unserem Referendum ist es doch gelungen, auch Bauern mehrheitlich davon zu überzeugen, dass dieser Schritt auch für die Landwirtschaft der richtige sei und sie letztlich auch davon profitieren werden. Wer sich heute unter österreichischen Landwirten umhört, der wird sicher viel Kritik an der Gemeinsamen Agrarpolitik, an der Bürokratie und vielem mehr zu hören bekommen. Aber auf die Frage, ob man wieder aus der EU austreten will, werden Sie ein klares und eindeutiges Nein hören. Und so möchte ich die slowenischen Landwirte dazu einladen, die Herausforderung anzunehmen und den Beitritt Sloweniens zur Europäischen Union zu unterstützen, so Pröll abschließend.
     
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