Vermischtes und Internet
der Woche vom 09. 04. bis 15. 04. 2002

   
Mobilkom setzt auf WAP in Farbe und MMS
Anwendungen statt Technologie stehen im Vordergrund
Wien (pte) - Die Mobilkom Austria setzt bei der Weiterentwicklung ihres Mobilfunkangebotes auf Multimedia Messaging Service und WAP in Farbe für ihre Mobilfunkdienste und Unterhaltungsplattformen. Dabei stehen allerdings Anwendungen wie "Mobile Entertainment" und nicht die Technologie im Vordergrund. "Die Benutzer können für WAP begeistert werden, wenn die entsprechenden Anwendungen wie Spiele zur Verfügung stehen", erklärte Patrick Krückeberg, Marketingleiter der Mobilkom Austria im Gespräch mit pressetext.austria.
Bei MMS strebt das Unternehmen klar eine Führungsposition auf dem österreichischen Markt an. "Wir wollen bei MMS die Ersten sein", so Krückeberg. Die Einführung des Services ist für den Sommer geplant. Dabei will der Mobilfunkanbieter das gesamte Spektrum der möglichen Anwendungen wie Kommunikation zwischen den Endusern, Push-Diensten oder Location-based-Services abdecken. Krückeberg erwartet sich bei MMS eine ähnliche Entwicklung wie bei dem Vorgänger SMS.
Für die neue Kommunikationsform spricht vor allem, dass sie spontan das Versenden von Bildern in Farbe erlaubt, so Krückeberg. Dazu wird auch ein einfaches Billing-System angestrebt, das intuitiv verständlich ist und dem User eine Kostenkontrolle ermöglicht. Er will dabei allerdings die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Zwar ist die Infrastruktur bei dem Unternehmen für WAP in Farbe und MMS bereits weitgehend vorhanden, allerdings gibt es noch nicht genügend Endgeräte. Mit der Entstehung eines Massenmarktes wird erst in zwei Jahren gerechnet.
Mit der Einführung von WAP in Farbe sieht die Mobilkom das gleiche Potenzial in dieser Technologie wie in der zurzeit hochgelobten Plattform i-mode. Als größter Vorteil gilt, dass das System bereits auf einem bestehenden Standard aufsetzt, für den schon viele Endgeräte vorhanden sind. Für die Entwicklung neuer Anwendungen verlässt sich der Mobilfunkanbieter auf externe Entwicklungsunternehmen. "Damit erreichen wir eine größere Breite als mit eigenen Entwicklungen", so Krückeberg. "Nach der Ernüchterung fokussieren sich wir uns auf die Applikationen, die von den Benutzern gewünscht werden."
"Vor allem der Entertaiment-Bereich hat inzwischen abgehoben", bestätigt auch der Mobilkom-Produktmanager Werner Reiter. An der ersten Runde des WAP-Spiels "Wer wird Millionär" nahmen mehr als 10.000 Benutzer teil. Zusätzlich werden bereits jetzt mehr als zwei Drittel aller bestellten Bilder für die Individualisierung von Handys vom WAP-Portal der Mobilkom heruntergeladen.

 
Mobile Solutions: Steuern Sie Ihr Haus doch einfach per SMS
Datenkraft, ein aufstrebender Grazer IT-Dienstleister, setzt Fernsteuerungen von Websites per SMS um
Graz (pts) - In Zeiten steigender Mobilität werden Mobile Solutions auch im Internet immer wichtiger nicht nur bei Hardware sondern auch bei den einzelnen Websites und den dazugehörigen Applikationen. Die Datenkraft GmbH, ein junges Grazer IT-Dienstleistungsunternehmen, bringt mit seiner Fernsteuerung von Websites per SMS eine Innovation auf den Markt, die so manche verträumte Firmen-Homepage zur "High-Tech Mobility Zone" machen wird.
Welches Unternehmen wünscht sich nicht eine Website, die Mobilität und Innovation nicht nur verkündet sondern auch in ihren Applikationen demonstriert? Mit neu entwickelten Applikationen von Datenkraft rückt dieser Wunsch in den Bereich des Machbaren. Die innovative Lösung des Grazer IT-Dienstleisters erlaubt es dem User durch das Versenden eines bestimmten Codes per SMS verschiedene Tätigkeiten auf einer Website zu steuern. Datenkraft, ein aufstrebendes Grazer IT-Unternehmen, das schon durch innovative Onlinespiele und Kampagnen aufgefallen ist, schafft damit gänzlich neue Möglichkeiten im World Wide Web.
Als Referenzprojekt für die innovativen Applikationen von Datenkraft steht die neue Website von INTELLIHOME. Hier kann man ein "virtuelles Intellihome" ausprobieren und steuern - per Handy und SMS. Auf dieser Website, die von Datenkraft erstellt und mit seinen innovativen mobilen Applikationen versehen wurde, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. So lässt sich die Heizung des INTELLIHOME per SMS fernsteuern, der Rasensprenger in Betrieb setzen, das Garagentor schließen oder der Mikrowellenherd in der Küche einschalten. Wer kein Handy besitzt oder sich die Kosten für ein SMS sparen möchte, kann alle Funktionen selbstverständlich auch per Mausklick über das Internet ausführen.
Der von DATENKRAFT neu gestaltete INTELLIHOME-Webauftritt mit der realitätsnahen Umsetzung eines Haussteuerungssystems zeigt die Möglichkeiten, die sich durch innovative Lösungen im Internet für Unternehmen bieten. Damit wird eindrucksvoll gezeigt, wie man komplexe Produkte, wie zum Beispiel moderne E-Installationen, bei denen fast alles möglich ist, dem Kunden vorstellen und damit besser verkaufen kann.
Der Direktlink zur SMS-Steuerung: http://www.intellihome.at/modellhaus.html

 
Computer-Spieler kommen in die Jahre
Bild des jugendlichen Game-Freaks stimmt nicht mehr
London (pte) - Das Bild vom jugendlichen Game-Freak, der die meiste Zeit vor dem PC oder der Playstation verbringt und durch einen Pizza-Service ernährt wird, entspricht nicht mehr der Realität. Der Anfang der Woche präsentierte jährliche Marktreport der europäischen Vereinigung für Freizeit-Software ELSPA zeichnet andere Szenarien. Die meisten Computer-Spieler sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Außerdem begeistern PC- und Konsolenspiele nicht nur immer mehr ältere Spieler: Auch der Anteil der Frauen steigt kontinuierlich.
Eine Umfrage des britischen PC-Magazins outet den "Hardcore-PC-Gamer" als gutverdienenden (durchschnittlich 32.670 Euro im Jahr) Endzwanziger (durchschnittlich 27 Jahre). 30 Prozent davon haben bereits Kinder. Die Studie folgert, dass sich nur jene mit einem entsprechenden Gehalt auf Dauer die relativ hohen Kosten leisten, um am neuesten Stand des Spielemarktes zu bleiben. Der Durchbruch der Computerspiele bei älteren Bevölkerungsgruppen wird auch von den Produzenten registriert. Laut ELSPA gibt es eine steigende Zahl von Games, die für eine ältere bis alte Zielgruppe auf den Markt gebracht werden.
Die Folge dieser Entwicklung ist aber nicht ausschließlich der Anstieg der "Nicht unter 18-Spiele (obwohl auch dieser bemerkbar ist), sondern auch die Zunahme von "ruhigeren" Spielen wie Simulationen oder historischen Strategiespielen. Als populärstes Beispiel führt die ELSPA die erfolgreiche Sims-Serie von Electronic Arts an, die alleine in Nord-Amerika 2,6 Mio. verkaufte Kopien aufweisen kann.
Ein weiterer Trend ist die steigende Begeisterung der Frauen für Computerspiele. Obwohl derzeit immer noch weit über 90 Prozent der echten Freaks Männer sind, nimmt der Frauenanteil zu. Das führt die Studie vor allem auf die steigende Anzahl von Frauen in der Produktion der Spiel zurück. Der Großteil der traditionellen Spiele sei "von Männern für Männer entwickelt worden und spiegle Testosteron-bestimmte Kampf-, Fußball- und Motorsport-Fantasien wider", so die ELSPA-Studie. Zurzeit finde hier aber eine Veränderung statt.
Für den Bereich der Spiele für Kinder und Jugendliche sieht der Jahresreport vor allem den Trend zu Kino- oder Star-Games. Kids wollen ihre Idole aus der Pop-Welt oder erfolgreichen Kinofilmen bzw. TV-Serien auch auf dem Computer haben. In einer zunehmenden Zahl von Spielen basiert die Handlung daher auf Filmen oder Popstars. Ein Beispiel dafür sind Harry-Potter-Games sowie das im Frühjahr auf den Markt kommende PS2-Spiel "Britney´s Dance Beat" mit Britney Spears als Hauptfigur.

 
Alcatel, Gilat und SES Global gründen Satelliten- Breitband- Anbieter
200 Mio. Euro-Gesellschaft richtet sich vor allem an Privatkunden und Kleinunternehmen
Paris/Petah Tikva/Betzdorf (pte) - Alcatel will einen Satelliten-gestützen Breitband-Dienst anbieten. Der französische Technologiekonzern gibt dazu heute, Montag, die Gründung einer eigenen Gesellschaft zusammen mit Gilat Satellite Networks und SES Global sowie dem Tochterunternehmen Sky Bridge/Alcatel Space bekannt. Das Angebot richtet sich vor allem an Privatkunden und Klein-Unternehmen in ganz Europa.
Der Wert des Unternehmensvermögens wird mit mehr als 200 Mio. Euro angegeben. Darunter fallen die Infrastruktur wie Satelliten und Boden-Stationen sowie die Technologie, die die Gesellschafter einbringen, sowie 50 Mio. Euro in Barmitteln. Die Gesellschaft wird alle Operationen von Gilat in Europa übernehmen. Der Hauptsitz des Unternehmens wird in Luxenburg sein.
Der Dienst setzt auf Gilats bestehender Technologie und Satellitendienst in Europa sowie auf dem Astra-Breitbandangebot von SES auf. So wird für Unternehmenskunden das Gilat Skystar Advantage(R) Very Small Aperture Terminal (VSAT) sowie das SES Astra Broadband Interactive System (BBI) zur Verfügung stehen. Privatkunden und Kleinunternehmen sollen über Gilats 360 VSAT Satelliten-Modem einen Breitbandzugang erhalten. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird bis zu 20 Mal höher sein als bei konventionellen Kabelmodems.
Die Gründungsunternehmen stützen sich auf eine McKinsey-Studie, die ein jährliches Breitband-Wachstum von 30 Prozent voraussagt. Als Zielgruppe werden vor allem jene voraussichtlich 8,6 Mio. potentielle Breitbandkunden gesehen, die 2005 noch ohne Zugang zu DSL-Services sind. Das neu gegründete Unternehmens soll als Gesamtanbieter von Breitband-Services für Telekommunikationsunternehmen, ISPs sowie Direct-to-Home-TV-Anbieter fungieren. Zurzeit bestehen Kooperationen mit Service Providers wie BTopenworld und Tiscali. Mit weiteren potentiellen Partnern wird noch verhandelt.
In zusätzlichen Abkommen zwischen Alcatel Space, Gilat und SES Global wurde die gemeinsame Weiterentwicklung der BBI-Lösung von SES für den Unternehmensmarkt sowie des Gilat 360 VSAT-Modems für Klein-Unternehmen und Privatkunden vereinbart. Vor allem die verbesserte Integration in die Infrastruktur von Telekommunikations-Providern, ein breiteres Leistungsspektrum bei möglichen Diensten sowie eine Konvergenz der beiden Technologien werden angestrebt.