Bundesheer übt mit zivilen Einsatzkräften den Einsatz nach einem atomaren Störfall  

erstellt am
07. 04. 03

Einsatz und Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte nach Störfall in einem grenznahen Atomkraftwerk wird geübt
Allentsteig/Göpfritz (bmlv) - ABC-Abwehrkräfte des Österreichischen Bundesheeres übten am Samstag (05. 04.) im Rahmen der Bundesheerübung "Felsenberg 2003" gemeinsam mit zivilen Einsatzkräften der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, Gendamerie, der Bezirkshauptmannschaft Zwettl und des Zivilschutzverbandes im Rahmen einer gemeinsamen Zivilschutzübung den Einsatz nach einem atomaren Störfall und die Errichtung einer Dekontaminations-Notfallstation im niederösterreichischen Göpfritz.

Übungsannahme war ein Störfall in einem grenznahem Atomkraftwerk, der zur Erhöhung der zulässigen Grenzwerte im Übungsgebiet führte. Verstrahlte Personen sowie Fahrzeuge und Gerät mussten daher in einem gemeinsamen Einsatz und koordiniertem Vorgehen der Einsatzkräfte dekontaminiert und Personen auch ärztlich weiterversorgt werden.

Bei diesem Einsatz übten der ABC-Abwehrzug des Militärkommandos Niederösterreich mit Spezialfahrzeugen, die Feuerwehren aus Göpfritz und des Unterabschnittes Allentsteig, das Rote Kreuz Allentsteig, die Strahlenspürtrupps der Feuerwehr Zwettl und der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, der Gendamerie sowie des Zivilschutzverbandes. Über 70 Personen und mehr als fünfzehn Einsatzfahrzeuge waren dabei im Einsatz. Wurde die Überschreitung von Grenzwerten von den Strahlenspürtrupps festgestellt, wurden Personen und Fahrzeuge fachgerecht dekontaminiert und verstrahlte Personen auch ärztlich erstversorgt.

"Wir proben den gemeinsamen Einsatz und das Zusammenwirken von Kräften des Bundesheeres und ziviler Einsatzkräfte im Rahmen gemeinsamer Übungen mindestens einmal im Jahr. Dies ist notwendig, um im Ernstfall der Bevölkerung ohne Friktionen rasch und effizient helfen zu können", erklärte dazu der Übungsleiter dieser Dekontaminationsübung, Oberleutnant Berthold Sandtner, ABC-Abwehroffizier des Militärkommandos Niederösterreich.

Seit 02. April ist die Übung "Felsenberg 2003", die grösste Übung des Österreichischen Bundesheeres im heurigen Jahr, bereits in vollem Gange. Über 6.000 Soldaten, 220 mechanisierte Kampffahrzeuge, 1.100 Räderfahrzeuge und 20 Luftfahrzeuge sind im gesamten Manövergebiet im niederösterreichischen Wald- und Weinviertel im Einsatz.
     
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