ORF Kärnten feiert 50 Geburtstag  

erstellt am
26. 05. 03

Tausende Besucher »stürmten« Landesstudio – Kärntner Regierungskollegium gratulierte zum Jubiläum – LH Haider wünscht sich Reaktivierung der Sendung »Treffpunkt Kärnten«
Klagenfurt (lpd) - Das ORF Kärnten feierte Samstag seinen 50. Geburtstag – und ein ganzes Land feierte mit. Tausende Besucher „stürmten“ beim Tag der offenen Tür das ORF Zentrum in der Klagenfurter Sponheimerstraße, um sich über „ihr“ Landesstudio zu informieren und einmal den Redakteuren bei der Arbeit über die Schulter schauen zu können. Für Musik, Speis und Trank war bestens gesorgt. Dem ORF Kärnten zum Jubiläum gratuliert hat so ziemlich alles, was im Süden Rang und Namen hat. So auch das Kollegium der Kärntner Landesregierung mit Landeshauptmann Jörg Haider an der Spitze.

Der Landeshauptmann strich hervor, dass der ORF Kärnten mit seien Radio- und Fernsehsendungen „eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung“ genieße. Mit internationalen Sendungen wie der „Starnacht am Wörther See“, die heuer am 12. Juli über die Bühne gehen wird, transportiere das Landesstudio eindrucksvolle Bilder in die Welt und mache somit eine unbezahlbare Werbung für das gesamte Land. Die „Starnacht“ werde auch in den kommenden Jahren ein fixer Bestandteil des ORF-Programms sein, sagte der Landeshauptmann. Als Wunsch deponierte er, dass die sehr beliebt gewesene, aber dem Sparstift zum Opfer gefallene Fernsehsendung „Treffpunkt Kärnten“ wieder reaktiviert werden solle.

Auch LHStv. Peter Ambrozy hob die enorme Akzeptanz des Senders bei der Kärntner Bevölkerung hervor. „Hier werden Programme nach dem Geschmack der Zuseher gemacht“, sagte Ambrozy. Für Landesrat Georg Wurmitzer ist das Landesstudio „ein Spiegel Kärntens.“ Und Landtagspräsident Jörg Freunschlag bezeichnete den ORF Kärnten als „wichtigen Bestandteil für das Land.

Für den ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Klaus Pekarek sind die Länderstudios „ein unverzichtbarer Bestandteil des Föderalismusprinzips“ und als solches im ORF-Gesetz verankert. Der Betrieb der Länderstudios koste jährlich rund 180 Millionen Euro, was 20 Prozent des gesamten ORF-Budgets bedeute. Der kaufmännische Direktor des ORF, Alexander Wrabetz, der die Grüße von Generaldirektorin Monika Lindner überbrachte, strich die Bedeutung des Landesstudios mit Produktionen wie den „Bachmann-Preis“ (jetzt Tage der deutschsprachigen Literatur, Anm. d. Red.) und der „Starnacht“ hervor.

Für Informationsdirektor Gerhard Draxler sind die Länderstudios die Informationsdrehscheibe für den gesamten ORF. Reginald Vospernik, Mitglied des Publikumsrates und für Volksgruppenfragen zuständig, stellte die slowenischsprachigen Sendungen des ORF Kärnten in den Mittelpunkt. Er kündigte an, dass die Sendezeit für das slowenischsprachige Programm in Kärnten und für die kroatischen ORF Sendungen im Burgenland ausgebaut werden sollen. Derzeit werden Gespräche darüber mit den ORF-Verantwortlichen geführt, so Vospernik.
Landesstudio-Kärnten-Direktor Willy Mitsche hob hervor, dass das Radioprogramm des ORF Kärnten einen Marktanteil von 57 Prozent habe. Damit sei Radio Kärnten absolut führend. Die Fernsehsendung „Kärnten heute“, die heute 15 Jahre alt geworden ist, bringt es gar auf 80 Prozent Marktanteil, freute sich Mitsche über den Erfolg seines Landesstudios.
     
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