Die Österreichische Zahlungsbilanz im Zeitraum Jänner bis März 2003  

erstellt am
21. 05. 03

(auf Basis von Zahlungsströmen; „Cash-Basis“)
Wien (oenb) -
Die Bilanz der Waren- und Dienstleistungszahlungen verzeichnete im Berichtszeitraum mit 1,80 Mrd. Euro einen etwas geringeren Überschuss als im Vergleichszeitraum 2002 (1,93 Mrd. Euro). Für dieses Ergebnis waren vor allem die rückläufigen Reiseverkehrseinnahmen (-12%) verantwortlich, die gegenüber dem Vergleichszeitraum zu einem geringeren Überschuss in der Reiseverkehrsbilanz (2,10 Mrd. Euro), der wichtigsten Komponente der Dienstleistungen, führten.

Der negative Saldo der Einkommensbilanz in Höhe von -0,67 Mrd. Euro entsprach nahezu dem Wert der ersten drei Monate 2002. Einkommen aus Portfolioinvestitionen verzeichneten Saldenverbesserungen (+0,30 Mrd. Euro), während sich der Saldo der Einkommen aus kurzfristigen Veranlagungen des Bankensystems um -0,31 Mrd. Euro passivierte. Einkommen aus Direktinvestitionen sowie Erwerbseinkommen entsprachen dem Niveau des Vergleichszeitraums.

Das Defizit im Bereich der Laufenden Transfers reduzierte sich im Berichtszeitraum 2002 auf -0,20 Mrd. Euro (Jänner-März 2002: -0,78 Mrd.). Nahezu ausgeglichen schloss die Bilanz der Vermögensübertragungen, die in den ersten drei Monaten 2002 ein Defizit in Höhe von -0,23 Mrd. Euro gezeigt hatte.

Die Kapitalbilanz wies im Berichtszeitraum Nettokapitalzuflüsse im Bereich Portfolioinvestitionen sowie Nettokapitalabflüsse in den Bereichen Direktinvestitionen und Sonstige Investitionen auf.

Die Portfolioinvestitionen führten sowohl aktiv- als auch passivseitig zu deutlich geringeren Investitionsvolumina: Österreichische Anleger investierten mit 7,54 Mrd. Euro um 44% weniger als im Vergleichszeitraum 2002. Auch die Veranlagungen ausländischer Investoren in österreichische Wertpapiere reduzierten sich von 13,19 auf 8,88 Mrd. Euro. Per Saldo ergaben sich Kapitalzuflüsse in Höhe von 1,34 Mrd. Euro. Das bedeutendste Anlageinstrument waren weiterhin langfristige festverzinsliche Wertpapiere.

Österreichische Direktinvestoren veranlagten mit einem Volumen von 0,71 Mrd. Euro merkbar weniger in ausländische Unternehmen als im Vergleichszeitraum (1,28 Mrd. Euro). Ausländische Direktinvestitionen in Österreich erreichten hingegen mit 0,45 Mrd. Euro das Niveau der Vergleichsperiode.

Die Teilbilanz der Sonstigen Investitionen, die hauptsächlich durch den kurzfristigen Kapitalverkehr des Bankensystems bestimmt wird, wies mit -1,81 Mrd. Euro deutlich geringere Kapitalabflüsse auf als im Vergleichszeitraum 2002 (-2,63 Mrd. Euro).

Die offiziellen Währungsreserven verzeichneten eine transaktionsbedingte Abnahme in Höhe von 0,87 Mrd. Euro.
     
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