Personalia
der Woche vom 25. 06. bis 01. 07. 2002

   
"Familienfest" für Kärntens Bischof Alois Schwarz
Besonderes Geschenk: Schloss Pöckstein soll außeruniversitäres Forschungszentrum werden
Klagenfurt (lpd) - Zahlreiche Gratulanten haben sich am Donnerstag (27. 06.) im Gurker Stiftsthof eingefunden, um mit Diözesanbischof Alois Schwarz den 50. Geburtstag zu feiern. Auch Landeshauptmann Jörg Haider freute sich, bei dieser "Familienfeier" dabei sein zu können. "Alois Schwarz ist ein Bischof, den die Menschen gern haben, weil er ihre Sorgen versteht und auf sie zu geht", so der Landeshauptmann, der sich freute, dass Alois Schwarz bereits so feste Wurzeln in Kärnten hat.
LH Haider betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Bischof und wartete mit einem besonderen Geschenk auf: Schloss Pöckstein soll ein außeruniversitäres Forschungszentrum werden. Auf der ehemaligen Bischofsresidenz soll die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raumes erforscht werden, wovon sich der Landeshauptmann wichtige Impulse für die Region erwartet.
Der Bürgermeister von Gurk Siegfried Kampl sprach für die zahlreich anwesenden Gurktaler: "Wir wünschen unserem Bischof viel Kraft, Dialog, Gesundheit und Glück", so Kampl, der Alois Schwarz dafür dankte, dass er den Titel "Bischof von Gurk" übernommen hat und so den Namen des Ortes weit in die Welt hinaus trägt.
Neben den Eltern und Geschwistern des gebürtigen Niederösterreichers Alois Schwarz, gratulierten Vertreter aus Kirche, Politik, Wirtschaft und der Vereine. Unter ihnen Bezirkshauptmann Dieter Kalt, der Königlich Belgische Konsul Gerhard E. Franz, Strassburgs Bürgermeister Ferdinand Wachernig, der Bürgermeister von Friesach Maximilian Koschitz, ORF-Landesdirektor Willy Mitsche, die Gurker Bänderhutfrauen und eine Abordnung aus der Gurker Partnerstadt Arnstadt in Thüringen.Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einer Kindergruppe der "Pisweger Spatzen" und vom MGV Gurk.

 
Junge Industrie Wien wählt neuen Vorstand
Wien (pdi) - Wechsel an der Spitze der Jungen Industrie Wien: Mag. Martin Ohneberg löst Dr. Kari Kapsch als Vorsitzenden des Vorstandes ab. Im Juni 2002 haben die Mitglieder der Jungen Industrie Wien einen neuen Vorstand gewählt. Mag. Martin Ohneberg (Geschäftsführer des Dorotheums) übernimmt den Vorsitz von Dr. Kari Kapsch.
Den neu gewählten Vorstand komplettieren Dr. Karin Exner-Wöhrer (stellvertretende Vorsitzende, Vorstand Salzburger Aluminium AG), Dr. Franz Semmernegg (Vorstand Kapsch AG), Mag. Johannes Schwertner (Vorstand UTA), Dr. Rupert Schenz Rechtsanwalt Kux & Partner), Mag. Max Salzer (Consultant Value Management Service) und Mag. Wolfgang Tichy.
Die Junge Industrie bietet Führungskräften aus Industrie und industrienahen Dienstleistungen unter 40 Jahren ein hervorragendes wirtschaftliches und politisches Netzwerk und tritt häufig als Vordenker für den Wirtschaftsstandort Österreich auf.

 
Uta Barbara Pühringer: "Jeder, der oben ist, steht auf den Schultern anderer"
Bundesrat: Abschiedsrede von Präsidentin Uta Barbara Pühringer
Wien (övp-pk) - "Jeder, der oben steht, steht auf den Schultern anderer, die großteils unsichtbar bleiben und deren Leistung auch seltener anerkannt wird." Mit diesen Worten bedankte sich Bundesrats-Präsidentin Uta Barbara Pühringer bei allen Mitarbeitern des Parlaments.
Anlass dazu bot ihr ihre Abschiedsrede in dieser Funktion am Donnerstag (27. 06.) bei der letzten Sitzung des Bundesrates im ersten Halbjahr, während dem Oberösterreich den Vorsitz inne hatte.
Pühringer strich hervor, dass sie sich mit Erfolg bemüht habe, parallel zur Arbeit im Parlament den Bundesrat in der Öffentlichkeit bekannter und anerkannter zu machen. In diesem Zusammenhang bedankte sich die scheidende Präsidentin auch für die fachbezogene und kollegiale Zusammenarbeit" aller Bundesräte trotz teils unterschiedlicher Meinungen. Dies zeige deutlich, "dass wir immer an einem Strang ziehen, wenn es um den Bundesrat und dessen Bild in der Öffentlichkeit geht."
Pühringer ging dann auch auf die immer wieder gestellte Frage nach Aufgaben und Notwendigkeit des Bundesrates ein. Sie verwies dazu auf die jüngste diesbezügliche Diskussionsrunde der EU-Parlamentspräsidenten und bemerkte nicht ohne Ironie, dass jene Länder, die selbst ein zwei-Kammern-System haben, für ein solches Korrektiv auch auf EU-Ebene eintraten, während Parlamentarier aus Ländern mit Einkammersystem eine zweite EU-Kammer für entbehrlich gehalten hätten.

 
Goldenes Ehrenzeichen der Wirtschaftskammer an Ski-Star Stefan Eberharter
Leitl: Symbolik zwischen Sport und Wirtschaft unterstreichen
Wien (pwk) - Eine besondere Auszeichnung wurde am Mittwoch (26. 06.) anlässlich des Empfangs der Wirtschaftskammer Österreich vor dem Wirtschaftsparlament (früher: Kammertag) einem dem führenden österreichischen Sportler zuteil.
Ski-Star Stefan Eberharter wurde von WKO-Präsident Christoph Leitl vor prominenten Gästen wie Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Gesundheitsstaatssekretär Reinhard Waneck, OeNB-Gouverneur Klaus Liebscher, dem Präsident der Industriellenvereinigung Peter Mitterbauer und vielen anderen mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen der Bundeswirtschaftskammer ausgezeichnet. "Die Begründung ist alles andere als schwierig. Wir wollen mit dieser Auszeichnung an Stefan Eberharter die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Sport unterstreichen", so Leitl, der die Erfolge des Skifahrers in Salt Lake City besonders hervorhob.
Erfolge österreichischer Sportler seien insbesondere eine Unterstützung für die heimische Exportwirtschaft. Damit werde ein bestes Zeugnis" der österreichischen Lebensart abgelegt. "Österreich wird mit Freundlichkeit, Herzlichkeit und Höchstleistungen identifiziert und in Verbindung mit Produkten der österreichischen Wirtschaft gebracht", betonte der WKO-Präsident. Neben der Medaillenbilanz der Sportler könne sich nämlich auch die Bilanz der österreichischen Ausrüster sehen lassen, die in der vergangenen Saison tolle Erfolge erzielt hätten.
Das Leben bestehe aus Höhen und Tiefen, aus guten und schlechten Zeiten. Das gelte für Sportler wie für Betriebe. Wenn es gut laufe, dürfe man nicht übermütig werden, wenn es weniger gut laufe, dürfe man nicht verzweifeln, so Leitl, der betonte, dass besonders Gründer Rückschläge zu meistern hätten. Stefan Eberharter habe in der Vergangenheit mehrfach schwierige Situationen zu meistern gehabt, die Zähne zusammengebissen und wieder Motivation geschöpft und sei daher ein Vorbild für alle, für Sportler wie Betriebe.
Eberharter betonte in seinen Dankesworten, dass die Bewältigung von Höhen und Tiefen nicht nur für ihn gelte, sondern für alle Menschen. Als Sportler bereite es ihm Freude, Österreich im Ausland zu repräsentieren. Er sei stolz, Österreicher zu sein und nun diese Auszeichnung der Wirtschaftskammer Österreich zu erhalten.

 
Ludwig Bieringer ist Bundesrats-Präsident im zweiten Halbjahr 2002
Wien (övp-pk) - Im Vorsitz des Bundesrates, der Länderkammer des österreichischen Parlaments, steht mit 1. Juli ein Wechsel bevor. Der Bundesrats-Vorsitz wechselt halbjährlich. Nach alphabetischer Reihenfolge übernimmt der erstgereihte Vertreter des jeweiligen Bundeslandes für ein halbes Jahr den Vorsitz.
Nach der überaus erfolgreichen und engagierten Vorsitzführung der oberösterreichischen ÖVP-Bundesrätin Uta Barbara Pühringer, die im nun ablaufenden ersten Halbjahr 2002 die Präsidentschaft inne hatte, wird mit 1. Juli 2002 ein "alter Hase" in dieser Funktion, der Fraktionsführer der ÖVP-Bundesräte Ludwig Bieringer, für Salzburg den Vorsitz des Bundesrates übernehmen. Nachstehend der Lebenslauf des künftigen Vorsitzenden:
Ludwig Bieringer wurde am 25.11.1943 in Attnang-Puchheim geboren. Nach Absolvierung der Pflichtschulen besuchte Bieringer die kaufmännische Berufsschule und erlernte den Beruf eines Kaufmannsgehilfen.
Anschließend an den Präsenzdienst war Bieringer Beamter beim Bundesheer und erlangte den Rang eines Vizeleutnants. Auch seine ersten politischen Sporen verdiente Bieringer sich beim Österreichischen Bundesheer, wo er von 1967 bis 1984 als Personalvertreter agierte. Von 1972 bis 1976 war er ÖAAB-Ortsobmann von Walserfeld, von 1973 bis 1980 ÖVP-Ortsparteiobmann von Walserfeld. Seit 1980 ist er Gemeindeparteiobmann der ÖVP Wals-Siezenheim, seit 1987 Landesobmann des ÖAAB und seit 1983 Präsident des AC-Wals.
Seit 1974 ist Ludwig Bieringer als Gemeindevertreter tätig. 1979 bis 1982 war er Zweiter Vizebürgermeister, seit 30.06.1982 ist er Bürgermeister der Gemeinde Wals - Siezenheim (Wiederwahlen in den Jahren 1984, 1989, 1994 und 1999), seit 1992 Obmann des Wasserverbandes Salzburger Becken, seit 1992 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für den Bereich der Wasserversorgungsverbände des ÖWAV, seit 1994 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salzburger Abfallbeseitigung.
Mitglied des Bundesrates ist Bieringer seit Mai 1984. Diese Funktionsperiode wurde in den Jahren 1989 bis 1991 unterbrochen: in dieser Zeit war der ÖVP-Politiker Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Am 20.03.1991 wurde er neuerlich als Mitglied des Bundesrates angelobt. Im Jahr 1997 übernahm Bieringer die Führung der Bundesratsfraktion der ÖVP.
Bieringer hatte bereits zwei Mal - im zweiten Halbjahr 1993 und im ersten Halbjahr 1998 - die Präsidentschaft des Bundesrates inne.
Ludwig Bieringer ist seit 1970 verheiratet und hat mit seiner Frau Rosemarie drei Töchter: Ursula (31 Jahre), Irene (29 Jahre) und Angelika Leontine (27 Jahre).

 
Ö1 gratuliert dem "Bilderschriftsteller" Paul Flora zum 80. Geburtstag
Wien (orf) - Am 29. Juni wird der Zeichner Paul Flora 80. Jahre alt. Aus diesem Anlass stehen zwei Sendungen auf Österreich 1 ganz im Zeichen des "Bilderschriftstellers": der "Ö1-Essay" am 28. Juni um 9.45 Uhr und die "Hörbilder" am 29. Juni um 9.05 Uhr.
Der "Bilderschriftsteller" ist der Titel des "Ö1-Essays" von Karl-Markus Gauß am Freitag, den 28. Juni um 9.45 Uhr auf Ö1; Über die Kunst, von allen geliebt zu werden" nennt Heidy Kessler ihr Feature in den "Hörbildern" am Samstag, den 29. Juni um 9.05 Uhr auf Ö1. Weiters ist in der ORF CD-Edition "Radioliteratur" die CD "Paul Flora liest Paul Flora" erschienen.
Der am 29. Juni 1922 geborene Flora zaubert mit dem Strich: Er kann, Strich an Strich setzend, sogar Schnee aufs Blatt bringen und mit schwarzer Tusche den Eindruck von blendendem Weiß erzeugen. Licht und Schatten - Strichwerk, man könnte es mit dem Vergrößerungsglas genauer ins Auge fassen und käme doch nicht hinter das Geheimnis. Die Ausstellungen des Paul Flora sind um die Welt gegangen, und die Liste der Verehrer, die dem Zeichner die Reverenz erwiesen, ist lang. Friedrich Dürrenmatt rühmte ihn als Experten für untergehende Welten, Georges Simenon hielt schriftlich seine Absicht fest: "Vor ihm ziehe ich meinen Hut", und Erich Kästner nannte ihn trefflich einen "Bilderschriftsteller".
Flora empörte sich stets wider politische Machtanmaßung, und er ist ein Melancholiker, der um die Fragwürdigkeit des Fortschritts weiß. Als Zeichner hat er die Dummheit mit satirischer Feder aufgespießt und Bilder voll hintergründiger Poesie geschaffen. Sie sind um die Welt gegangen und haben die seltene Gabe, den Kenner und den Laien zu erfreuen. Stilsicherheit zeigte Österreichs bekanntester Zeichner schon bei seiner Geburt: Er wurde im Südtiroler Glurns, der kleinsten Stadt Europas, geboren und noch dazu in der Floragasse. Die mittelalterliche Minifestung erweckte schon früh des Zeichners typische Vorliebe für behagliche Schauerromantik. Düstere Raben, kauzige Damen und unheimliche Tiroler bevölkern Floras erfolgreichste Werke. Am Menschen Paul Flora ist freilich nur eines unheimlich: Alle mögen ihn. Von Hamburger Zeit"-Lesern bis zur Blumenfrau, vom Bäcker bis zum Landeshauptmann reicht die klassen- und alterslose Fangemeinschaft.

 
"Goldregen" im Grazer Stadtsenat
Goldene Ehrenzeichen der Stadt für drei verdiente Persönlichkeiten beschlossen
Graz (mag) - Der Sommer beginnt - zumindest im Grazer Stadtsenat - als goldene Jahreszeit: Laut einstimmigem Stadtsenatsbeschluss werden der Sänger Maestro Vittorio Terranova, der Musikerzieher und Komponist Prof. Alarich Wallner und der Jurist Univ.-Prof. Dr. Konrad Ginther mit den Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Graz ausgezeichnet.

Vittorio Terranova
Die Anträge für die Zuerkennung der Auszeichnungen hatte Bürgermeister Alfred Stingl heute in den Stadtsenat eingebracht. Der in Sizilien geborene Opern-Star Vittorio Terranova, der dieser Tage seinen 60. Geburtstag feierte, hat in rund 50 Auftritten bereits im Grazer Opernhaus sein Publikum begeistert. Auch die Förderung des musikalischen Nachwuchses sowie die Vermittlung großer Kunstpersönlichkeiten nach Graz werden als Begründung für die Verleihung des Ehrenzeichens angeführt.

Prof. Alarich Wallner
Als Musikerzieher, Komponist und auch als Gründer mehrerer Orchester, darunter des Grazer Seniorenorchesters, hat sich der kürzlich 80 Jahre alt gewordene gebürtige Obersteirer Prof. Alarich Wallner einen Namen gemacht. Allein für das Seniorenorchester schrieb Wallner 14 Sinfonien, Werke für Streicher und auch Kammermusik.

Univ.-Prof. Dr. Konrad Ginther
Als Vorkämpfer für Völkerrechte und Menschenrechte trug der bekannte Jurist Univ.-Prof. Dr. Konrad Ginther, Professor für Völkerrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Grazer Karl-Franzens-Universität, viel für den guten Ruf der Stadt Graz auf diesen Gebieten bei. Seiner humanen Geisteshaltung entspringt unter anderem die Gründung des Österreichischen Komitees gegen die Folter. Auch auf Vortragsreisen in aller Welt verbreitete Ginther das wissenschaftlichen Ansehen der Stadt Graz weit über Österreich hinaus.