Wissenschaft, Technik und Bildung
der Woche vom 09. 07. bis 15. 07. 2002

   
Hopfen - ein besonderer Schutzfaktor unserer Gesundheit!
Linz (öbu) - Mit neuen Erkenntnissen über die Wirkung von Bier auf die Gesundheit lässt die jüngste Ausgabe des BIERakademie-Magazins aufhorchen. Neuen Untersuchungen zufolge, so der Neurologe und Psychiater Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl, in der soeben erschienenen Ausgabe 02/02 des Gastro-Service-Magazins der Brau Union Österreich, ist der Hopfen mit dem Inhaltsstoff Xanthohumol das Gesundheits-As im Bier.
"Seit Jahren ist bekannt, dass Xanthohumol eine Substanz im Hopfen ist, die in der Vorsorge von Herzinfarkt, Schlaganfall, Alzheimer und Krebs eine entscheidende Rolle spielt, schreibt Univ.-Prof.- Dr. Manfred Walzl, Leiter des gemeinsamen Fachbereiches an der Landes-Nervenklinik Graz und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung, in der jüngsten Ausgabe des BIERakademie-Magazins, des Gastro-Service-Magazins der Brau Union Österreich. Walzl weiter: "So konnte erst kürzlich im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg im Rahmen einer noch unveröffentlichten Studie nachgewiesen werden, dass Xanthohumol im Stande ist, auch in die Krebsentstehung einzugreifen."

Wirksam in der Krebsvorsorge?
Wie der Hopfen genau wirkt, wird derzeit noch erforscht, schreibt Walzl. Sicher aber scheint, dass Xanthohumol hemmend auf die Krebsentstehung wirkt. Zumindest konnte dies in Tierexperimenten nachgewiesen werden.
Ein Vergleich mit den bekannten Schutzstoffen aus Rotwein, Grünem Tee und Soja zeigte, dass die schützende Hopfenwirkung teilweise um das Hundertfache höher liegt, als bei den anderen Substanzen. "Einen besonders günstigen Einfluss erwarten sich die Forscher auf die Entstehung des Brustkrebses, da sich bisher schon eine starke Wachstumshemmung auf die Zellen dieser Krebsart gezeigt hat." (Walzl) Es gebe aber auch, so Walzl, deutliche Hinweise auf eine schützende Wirkung vor Prostatakrebs. So konnte in einer amerikanischen Studie mit 33.000 Ärzten nachgewiesen werden - die Ergebnisse wurden im Vorjahr veröffentlicht -, dass Männer, die regelmäßig Bier trinken (täglich einen Liter), um 60% weniger Prostata-Operationen haben, als Vergleichsgruppen, die andere Getränke bevorzugen. Diese Erkenntnisse gelten, weil alkoholunabhängig, auch für alkoholreduzierte und alkoholfreie Biere.

Noch viele weitere Studien & Analysen notwendig
Allerdings warnt Walzl davor, Bier schon jetzt bedingungslos als Krebsschutz einzustufen, denn: "Es wird noch vieler Studien und genauer Analysen bedürfen, um endgültig Gewissheit zu bekommen."
Sicher ist hingegen, dass das rund 7000 Jahre alte Getränk Bier die Medizin mehr denn je beschäftigt. Nach eindeutigen Beweisen für die günstige Wirkung des Bieres bei Herz-/Kreislauferkrankungen haben die Inhaltsstoffe des Bieres nunmehr das Interesse der Krebsforschung geweckt. So meinte kürzlich bei einem Kongress Prof. Doald Buhler von der Oreganon State University, USA: "Ich sage den Menschen, dass sie ihre Krankheiten nicht unbedingt heilen können, wenn sie Bier trinken. Aber es könnte ihnen doch sehr helfen....."
Das BIERakademie-Magazin kann unter Tel. 0732/6979-2671, Fax 0732/6979-2672 oder per E-Mail m.frank@brauunion.com kostenlos bestellt werden.

 
"Chinese-Austrian EU Summerschool"
An der Universität Salzburg findet heuer erstmals eine Summerschool für chinesische Studierende statt
Salzburg/Peking/Shanghai - Nach den Erfolgen der "Austrian-Chinese Summerschools", an denen in den letzten drei Jahren rund 200 Studierende österreichischer Universitäten und Fachhochschulen in Peking und Schanghai teilgenommen haben, wurde heuer erstmals eine "Chinese-Austrian EU Summerschool" veranstaltet. Diese Summerschool ermöglicht chinesischen Studierenden Lehrveranstaltungen an der Universität Salzburg und der Wirtschaftsuniversität Wien zu besuchen sowie Vorträge in Brüssel bei der Europäischen Kommission anzuhören.
"Die "Chinese-Austrian EU Summerschool" ist die erste Summerschool für chinesische Studierende dieser Art in Österreich", erläutert Vizerektorin Brigitte Winklehner von der Uni Salzburg. Die Summerschool wird in Zusammenarbeit mit dem Eurasia-Pazifik Bildungsnetzwerk und dem Chinazentrum der Universität Salzburg organisiert. "Mein besonderer Dank gilt Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer, ohne deren tatkräftige Unterstützung das Projekt nicht zustande gekommen wäre", betont Winklehner.
Die 33 chinesischen Studierenden kommen von den großen Partneruniversitäten des Salzburger Chinazentrums, nämlich der Fudan Universität (Shanghai), der Jilin University (Changchun), der University of Nationalities (Beijing) und der Peking Universität (Beijing).
Die Summerschool hat gerade begonnen und dauert noch bis 25. Juli. An der Universität Salzburg werden Lehrveranstaltungen aus Geschichte, Kunstgeschichte, Musik, Religion, Rechtswissenschaften, Politikwissenschaft und Germanistik unterrichtet. Die Wirtschaftsuniversität Wien bietet Lehrveranstaltungen zu den Themen Interkulturelles Management und Österreichische Wirtschaft an. Zudem steht ein Besuch der Uno City auf dem Programm. Der Aufenthalt in Brüssel wird auf Einladung des Österreichischen Besucherdienstes in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission für Bildung und Kultur organisiert und wird Vorträge zur Europapolitik und europäischer Wirtschaft beinhalten.

 

Ökologie-Institut eröffnet in Salzburg
Freizeit, Stadt- und Regionalentwicklung sind die Schwerpunktthemen, mit denen das Ökologie-Institut im Großraum Salzburg arbeiten wird. Um die regionale Präsenz zu verstärken, eröffnet heute nach Wien und Bregenz das dritte Büro der Umweltexperten
Salzburg - Das Österreichische Ökologie-Institut für angewandte Umweltforschung setzt einen Schritt gegen aktuelle Zentralisierungstendenzen im Bereich Forschung und Beratung. Um den Aktionsradius im Herzen Österreichs zu erhöhen, wird in Salzburg ein Büro eröffnet, das durch Manfred Koblmüller (ehemals im Ökologie-Institut Wien tätig) besetzt wird.
"Die Region Salzburg ist in vielen Bereichen mit einer dynamischen Entwicklung konfrontiert, die wir nachhaltig mitgestalten wollen," erklärt Koblmüller. Der Fokus auf konkrete Regionen ist eine bewährte Strategie des Ökologie-Instituts, da gerade dort wichtige Entscheidungen getroffen und auch umgesetzt werden können.
In Salzburg ist die Freizeitpolitik ein ganz wesentlicher Baustein der Entwicklungspolitik. Die Freizeitindustrie boomt und ist europaweit im Wachsen. Durch Kommerzialisierung und Professionalisierung ergibt sich eine Dynamik, die sehr stark auch in Salzburg spürbar ist. "Aus öffentlich wird privat, klein wird durch groß ersetzt, Zufall durch System", beschreibt Robert Lechner den aktuellen Trend. Studien belegen, dass Freizeitaktivitäten inzwischen mehr als die Hälfte der Lebenszeit in Anspruch nehmen. All diese Prozesse und Entwicklungen haben nicht nur Auswirkungen in wirtschaftlicher Hinsicht (Investitionschancen, Arbeitsplätze), sondern entfalten ihre Wirkung auf Stadt- und Regionalpolitik, Kultur- und Sozialpolitik, Wohnbau und Verkehr.
Sport (im Winter) und Kultur (im Sommer) sind die zwei Eckpfeiler, die den Rahmen für Salzburgs Freizeitpolitik abstecken, vor allem was die Investitionsbudgets der öffentlichen Hand betrifft. In Bezug auf die Bewerbung zur Winterolympiade 2010 und die alljährlichen Sommerfestspiele warnt Georg Tappeiner vom Ökologie-Institut in Wien vor einem falsch verstandenen Konkurrenzverhältnis: "Es geht - provokant formuliert - nicht um die Frage 'Amadeus oder Amadé', sondern um einen innovativen Prozess, in dem die lokale Bevölkerung gemeinsam mit den Entscheidungsträgern Gestaltungsspielräume auslotet und wahrnimmt." Ein hohes Maß an Vernetzungsarbeit ist hierzu notwendig, damit der Ausbau des Freizeitangebots nicht zu Lasten der sozialen Lebensräume und der Umwelt geht.
Konkret möchte sich das Ökologie-Institut Salzburg bei folgenden freizeitbezogenen Themen einklinken:

  • Stadt als Lebensraum: Städtische Freiräume sind ein oft unterschätzter Baustein des kommunalen Freizeitangebots. Die aktive Beteiligung der Bewohner an Stadtplanungen Sanierung/Modernisierung, Neubau) ist entscheidend für die nachhaltige Verbesserung von Wohn- und Arbeitsstandorten.
  • Stadt-Umland-Kooperation: Eine engere politische Zusammenarbeit zwischen der Stadt Salzburg und dem Umland ist erforderlich, denn Freizeitkonsumenten denken und handeln kaum entlang kommunaler Grenzen. Gemeinsame Freizeitplattformen bieten sich als Lösung an. Alpiner Tourismus: Hier gilt es, die eingeleitete Trendwende konsequent zu vollziehen. Weg vom reinen Kapazitätsdenken, hin zu höherer Qualität für Bewohner und Gäste. Die Olympiabewerbung als langfristige Perspektive bietet eine gute Möglichkeit, einen Diskussionsprozess über die Entwicklung touristischer Intensivregionen zu starten. Folgende Projekte des Ökologie-Instituts in Salzburg sind bereits angelaufen:

1) Salzburg 2010, Nachhaltige Ideen für die Winterolympiade: Das Ökologie-Institut moderiert den Arbeitskreis "Umwelt & Nachhaltigkeit" und liefert dabei fachliche Inputs zum Bewerbungsdokument.
2) Modellsanierung Liefering-Süd: In einer Salzburger BUWOG-Siedlung werden bei der Sanierung neue Wege gegangen. Ein intensiver Diskussionsprozess zwischen Eigentümer und Mieter wird gestartet, um kreative, umsetzbare und für beide Seiten akzeptable Vorschläge hervorbringen.


 
Wenn Fette ranzig werden
"4-Hydroxynonenal and other Lipid Peroxidation Products"
Salzburg (uni) - Zum Thema "4-Hydroxynonenal and other Lipid Peroxidation Products" findet an der Universität Salzburg eine internationale Tagung statt, die sich mit den biologischen Effekten von bestimmten Fett-Abbauprodukten befasst.
In diesem Forschungsbereich sind österreichische Wissenschaftler - so etwa der Vizerektor für Forschung der Universität Salzburg, Prof. Peter Eckl, nicht nur führend tätig, sondern diese Forschung hat sogar von Österreich ihren Ausgang genommen. Vor etwa 40 Jahren hat der inzwischen verstorbene Grazer Biochemiker Professor Hermann Esterbauer das sogenannte 4-Hydroxynonenal als eine Substanz entdeckt, die beim Ranzigwerden von Fetten und Ölen entsteht. Heute weiß man, dass diese Verbindung auch im menschlichen Organismus vorkommt und dort sowohl physiologische (etwa auf die Zellteilung) als auch pathologische Wirkungen ausüben kann. Weltweit arbeiten derzeit etwa 20 Arbeitsgruppen intensiv an der Aufklärung dieser Wirkungen. Jährlich werden ca. 200 Publikationen über 4-Hydroxynonenal veröffentlicht.
Mit der von Prof. Eckl organisierten Tagung ist ein Workshop verbunden, in dem analytische Methoden für 4-Hydroxynonenal demonstriert werden. Es werden etwa 100 Teilnehmer aus Europa und Übersee, vor allem aus den USA und Japan, erwartet.
Die Tagung wird am Samstag, dem 13.Juli, um 9.00 Uhr im Audi Max der Naturwissenschaftlichen Fakultät durch den Präsidenten der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung Freier Radikale, den argentinischen Professor A. Boveris, eröffnet.
Ein Höhepunkt wird die erstmalige Verleihung eines Hermann-Esterbauer Preises für Nachwuchs-Wissenschaftler am selben Tag um 19.00 Uhr in der Aula der Universitätsbibliothek sein. Anschließend hält Professor M.U. Dianzani aus Turin einen Festvortrag über "4-Hydroxynonenal - from Pathology to Physiology".

 
Job & Studium - all in one
Graz (uni) - Die zuständigen Gremien gaben grünes Licht für den Start des Studiengangs "Produktionstechnik und Organisation" an der FH Joanneum, der diesen Herbst als erste duale Studienform in Österreich startet.
DiplomingenieurInnen (FH) werden als technische Generalistinnen mit tief greifender praktischer Expertise in Planung, Führung und Überwachung produktionsorientierter Betriebe - wie z. B. bei EPCOS, Holzindustrie Leitinger, Knapp Logistik, Magna Europa, Steirerobst und TCM Tool Consulting & Management - ausgebildet: zum Vorteil der Studierenden und der Betriebe.
Landesrat Herbert Paierl freut sich über die Genehmigung: "Die duale Form des neuen Studiums ist einzigartig, denn die Studierenden werden die eine Hälfte ihrer Unterrichtszeit in einem Betrieb arbeiten, die andere an der FH Joanneum studieren."
"Durch die rasche Einbindung in den Betriebsablauf wissen die StudentInnen in der Theoriephase viel konkreter, welche Informationen von den Vortragenden für die Praxis wertvoll sind", erläutert Studiengangs-Entwicklungsleiter Johannes Haas. Auch Peter Reininghaus, Geschäftsführer der FH Joanneum, sieht Vorteile für alle Beteiligten: "Für junge Leute, die sofort ein bezahltes Anstellungsverhältnis anstreben, ist das duale Modell optimal. Ebenso für Unternehmen, da sie junge Leute in den Betrieb hineinwachsen lassen können. Und die FH Joanneum kann ein spannendes neues Modell der Kooperation mit der Wirtschaft anbieten."
"Darüber hinaus ergeben sich für StudentInnen noch finanzielle Vorteile, da sie von Anfang an einen fixen Job in der Tasche haben und schon während der Ausbildung eine Bezahlung über die 50%-ige Anstellung in ihrem Betrieb erhalten", so FH-Geschäftsführer Martin Pöllinger.
InteressentInnen können sich noch bis 16. August 2002 bei der FH Joanneum Gesellschaft mbH, Alte Poststraße 149, 8020 Graz, um einen der 40 Studienplätze bewerben. Der Reihungstest ist für 3. September 2002 angesetzt.
Weitere Informationen: www.fh-joanneum.at

 

Neue Akademie in der Waldviertler Xundheitswelt
Bildung und Fortbildung für Gäste, Bevölkerung, Mitarbeiter, Ärzte
St. Pölten (nlk) - Die Waldviertler Xundheitswelt hat ihr Leistungsangebot mit der Gründung der Xundheitswelt-Akademie beträchtlich erweitert: Zusätzlich zu den medizinischen Programmen wie Rehabilitation, Kur und Lebensstilmedizin für Gäste und Patienten sind nun auch spezifisch-medizinische Informationen für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.
Die Xundheitswelt-Akademie richtet ihr Leistungsangebot auf drei Zielgruppen aus:

  • Bevölkerung und Gäste der Xundheitswelt: Einmal im Monat zu einem Fixtermin wird in einem Vortrag ein Thema von allgemeinem Interesse von Spezialisten der Waldviertler Xundheitswelt-Betriebe behandelt. Schwerpunkte der ersten Vortragsserie sind die Themen Herzinfarkt, Osteoporose, Fit ins Alter, Ernährung am Beginn des 3. Jahrtausends, Diabetes, das Kreuz mit dem Kreuz, Wirbelsäule, Erkrankungen des Kniegelenkes und Hüftgelenkes sowie Grundsätze der Homöopathie und die Lebensstilmedizin.
  • Medizinische Fachinformation: In diesem Bereich werden für Ärzte und Mitarbeiter im gehobenen medizinisch-technischen Dienst verschiedene Seminare und Ausbildungskurse angeboten. So werden vom 18. bis 20. Oktober die Harbacher Diabetes-Gespräche mit dem Schwerpunkt "Neuheiten aus der Diabetologie" interessierte Ärzte ansprechen. Der schon zur Tradition gewordene Harbach-Zwettler Orthopädie-Tag - heuer am 14. September - steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Tilscher, einem der bekanntesten österreichischen Orthopäden. Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Ärztekammer ein Ausbildungskurs für Ärzte mit dem Titel "Ärztlicher Diabetesberater" durchgeführt.
  • Mitarbeiterinformationen: Gesunder Lebensstil bedeutet Information und Motivation. Fachkundige Vortragende in den einzelnen Bereichen - Ärzte, Physiotherapeuten und Diätassistentinnen - vermitteln Wissen und den Willen zur Verhaltensanpassung. Um nicht nur Theorie zu bieten, sondern den Weg in die praktische Umsetzung zu erleichtern, haben Mitarbeiter die Möglichkeit, aktive Gesundheitsvorsorge durch "Lebensstil-Turnen" zu betreiben. Dieses Angebot wird begeistert angenommen. Da die Lebensstilmedizin-Programme für die Gäste der Xundheitswelt ein wesentlicher Bestandteil des Angebotes sind, ist eine gesunde Lebensweise für die Mitarbeiter nicht nur Voraussetzung, sondern auch Verpflichtung.


Weitere Informationen unter der Telefonnummer ++43 / 2858 / 5255-1660 sowie unter der E-Mail-Adresse akademie@xundheitswelt.at, www.xundheitswelt.at