Auftakt zum 35. Carinthischen Sommer  

erstellt am
09. 07. 03

»Fröhlicher» Ausklang gleich zu Saisonbeginn des Gesamtkunstwerkes – Eröffunng durch Vizekanzler Haupt und LH Haider
Ossiach (lpd) - Mit einem Festtanz der Tänzerin Anna Hein wurde erstmals der Carinthische Sommer eingeleitet. Die 35. Auflage des traditionsreichen Kärntner Festivals wurde am Montag (07. 07.) Abend von Vizekanzler Herbert Haupt und Landeshauptmann Jörg Haider im Hof des Stiftes Ossiach eröffnet. Aber obwohl eigentlich ein gelungener und „fröhlicher“ Auftakt für die kommende Spielsaison, stand die Zeremonie doch sehr im Zeichen des Abschieds der Intendantin Prof. Gerda Fröhlich, die nach 23 Jahren das Zepter ihrem Nachfolger Thomas Daniel Schlee übergibt.

Als Dank für ihren Enthusiasmus und unermüdlichen Einsatz um das Festival überreichte ihr der Kulturreferent die höchstmögliche Auszeichnung des Landes Kärnten, den Landesorden in Silber. Sie habe den Ort, den eine besondere Magie und Stimmung auszeichne, mit fröhlichem Leben erfüllt und den Carinthischen Sommer internationalen Respekt und Anerkennung verschafft - ihn zum „Gesamtkunstwerk“ gemacht, erklärte Haider. Die aktive Intendantin habe das Erbe der Gründer Helmut Wobisch und Jakob Stingl fortgeführt und die Carinthische Familie erfolgreich um sich versammelt. Fröhlich sei über mehr als zwei Jahrzehnte eine Gratwanderung in der Kulturszene Österreichs hervorragend gelungen. Sie habe die Balance geschafft: zwischen Alt und Neu, Avantgarde und Bewährtem, Veränderung und Verlässlichkeit. Haider: „Und wo die Sprache endet, ist die Musik hilfreich.“

Die Besonderheit des Ortes, hob auch „Kunst“-Bischof Egon Kapellari in seiner Festrede hervor. Der frühere Kärntner Diözesanbischof in seiner Laudatio auf „unsere Gerda Fröhlich“: „Durch 23 Jahre hat sie mit ungemein viel Fantasie und „elan vital“ die Ossiach und Villach verbindenden Festspiele „Carinthischer Sommer“ geprägt. Sie hat unablässig einem großen Publikum aus dem In- und Ausland alte und neue Kostbarkeiten aus der Welt der Musik erschlossen und dafür nicht nur das Konzertpodium, sondern auch das „Prinzip Bühne“ in Dienst genommen. Sie hat nicht nur der Musik, sondern auch dem Wort gedient. Und sie hat in Achtung vor der kostbaren Sakralität der Ossiacher Stiftskirche Musik auch in den Dienst des Kultes gestellt und so die lange Tradition der Ossiacher Benediktiner weitergeführt.“

Vizekanzler Herbert Haupt zeigte sich stolz als Vertreter der Österreichischen Bundesregierung und als Kärntner auf die „Ossiacher Festspiele“. Als Bundesminister für Generationen hob er besonders die Einbindung und Förderung der Jugend hervor. Den Kulturverantwortlichen des Landes zollte der Vizekanzler Respekt und Lob für die breite Palette des Kärntner Kultursommers. Das reiche Angebot bringe für jeden Anspruch und Geschmack etwas, so Haupt.

Die Liste der Ehrengäste, die der Ossiacher Bürgermeister Josef Martinz begrüßen konnte, war lang: Mit LHStv. Karl Pfeifenberger und LHStv. Peter Ambrozy sowie die Landesräte Gabriele Schaunig-Kandut, Georg Wurmitzer und Reinhard Rohr fast die gesamte Landesregierung, Landtagspräsident Jörg Freunschlag mit Amtskollegen aus Deutschland und Ungarn, eine Reihe von Abgeordneten der EU, des Nationalrates, Bundesrates und Landtages, den Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter, Altpolitiker Erwin Frühbauer oder Infineon-Chefin Monika Kircher-Kohl aber auch Festgäste wie Prof. Herbert Wochinz, in Porcia ein Auslöser für den Kärntner Kultursommer, den Stv.-Vorsitzenden des Kärntner Kulturgremiums Prof. Nikolaus Fheodoroff oder Prof. Heinrich Harrer. Neben Generalvikar Olaf Colerus-Geldern war auch die evangelische Kirche durch Bischof Herwig Sturm und Superintendent Manfred Sauer stark vertreten.

Nach dem Tanz der Förderungspreisträgerin des Landes Kärnten 2002 für darstellende Kunst – Anna Hein hatte sich der Intendantin bei der Kulturpreisverleihung dank einer Videoeinspielung empfohlen - mit Musik von Ulrike Mattanovich auf der Harfe und Markus Holzer auf dem Saxofon, brachte der französische Klaviervirtuose Cyprien Katsaris mit Meisterwerken von Bach in verschiedenen Bearbeitungen das Publikum zu sprachlosem Staunen und stellte den Cellisten Christian Poléra als „Meister von morgen“ vor. Die Zugabe mit Mozart war dann sozusagen nur mehr die „Butter aufs Brot“.

Service: Carinthischer Sommer: Bis 31. August stehen rund 80 Veranstaltungen auf dem Programm mit Weltstars wie Rudolf Buchbinder, Julian Rachlin, Derek Lee Ragin oder Oleg Maisenberg und Robert Holl. Am 30. August folgt die Gala mit Michael Heltau: Sag beim Abschied FRÖHLICH Servus.

Informationen: http://www.carinthischersommer.at
     
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