Top 1000 World Banks – 21 davon aus Österreich  

erstellt am
18. 07. 03

Wien (rzb) - „The Banker"-Ranking 2003: RZB auf Platz 147 nach Bilanzsumme und 171. nach Kernkapital. Auch die Raiffeisenlandesbanken aus Oberösterreich, Niederösterreich- Wien, Steiermark und Tirol sowie der Raiffeisenverband Salzburg unter den Top 1000.

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) konnte sich im aktuellen „Top 1000 World Banks"-Ranking des Financial Times-Fachmagazins The Banker erneut verbessern. Sie ist jetzt als 171. nach Eigenkapital und 147. nach Bilanzsumme gereiht. Im Ranking 2002 war sie noch 203. bzw. 180. Citigroup ist wie im Vorjahr die weltgrößte Bank nach Kernkapital und konnte zudem nach Bilanzsumme Mizuho (2.) von der Spitze verdrängen.

Insgesamt konnten sich 21 österreichische Banken unter den nach Kernkapital gereihten Top 1000-Banken der Welt platzieren. The Banker führt 19 von ihnen an, darunter fünf Raiffeisenlandesbanken: Erste Bank (100.), RZB (171.), BAWAG/P.S.K. (209.), ÖVAG (290.), RLB OÖ (451.), RLB NÖ-W (495.), Oberbank (516.), Steiermärkische Bank und Sparkasse (530.), Investkredit (559.), Hypo Tirol (611.), RLB Steiermark (614.), Hypo-Alpe-Adria-Bank (623.), Allgemeine Sparkasse Oberösterreich (691.), Hypo Vorarlberg (694.), BTV (738.), RV Salzburg (817.), Volkskreditbank (861.), BKS (881.) und die RLB Tirol (888.).

Nicht angeführt wurde die Bank Austria Creditanstalt, da ihre Werte bereits in jenen der HypoVereinsbank (20.) enthalten sind und nicht doppelt gezählt werden. Sie wäre auf Platz 88 gelandet. Gleiches gilt für die Donau-Bank (pro forma 816.), die als Tochter der russischen Vneshtorgbank nicht gerankt wurde.

Bemerkenswert ist, dass sich fast alle österreichischen Banken im heurigen Ranking – begünstigt auch durch die Euro-Kursentwicklung und Zusammenschlüsse – besser platzieren konnten als im Vorjahr,lediglich zwei Banken sind die Ausnahme. Das Vorrücken der Erste Bank auf den 100. Rang ist v.a. auf die Konsolidierung der Sparkassen des Haftungsverbundes in der Erste Bank-Bilanz zurückzuführen. Die Raiffeisen Bankengruppe hätte demgemäß den 69. Platz belegt.

Eine detaillierte Übersicht über das Ranking der Top 25 Banken weltweit sowie der österreichischen Banken nach Kernkapital und Bilanzsumme finden Sie im beigefügten Tabellenteil.

Nur vier österreichische Banken beim RoE in der ersten Hälfte ...
Bei der Performance, die The Banker am Return on Equity (RoE) und Return on Assets (RoA) misst, zeigen die österreichischen Banken das erwartete Ergebnis: Beim RoE konnten sich nur vier österreichische Banken in der ersten Hälfte platzieren, beim RoA haben es nur zwei österreichische Banken – und auch das bloß knapp – unter die Top 500 geschafft. Hingegen zeigt die Top 1000-Statistik die Ertragsstärke der US-Banken: Die 210 US-amerikanischen Banken des Rankings verfügen über 24 Prozent des Kapitals und haben 16 Prozent der Bilanzsumme der Top 1000 Banken, erwirtschaften damit aber 49 Prozent der Gewinne.

... weil Österreichs Bankkunden von günstigen Preisen profitieren
Eines der dichtesten Filialnetze weltweit und der scharfe Wettbewerb am österreichischen Markt zum Vorteil der Kunden bewirken zwangsläufig niedrigere Gewinne der österreichischen Banken. „Zahlreiche Studien beweisen, dass die Österreicher von im EU-Vergleich günstigen Bankdienstleistungen und Produkten profitieren. Die Auswertungen des renommierten Fachmagazins The Banker bestätigen dies nun erneut auch im weltweiten Maßstab", sagt RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner. Zuletzt hat etwa das Institut für höhere Studien errechnet, dass Österreichs Bruttoinlandsprodukt im Zeitraum von 1999 bis 2002 um 1,2 Prozent geringer ausgefallen wäre, wenn das heimische Zinsniveau bei Unternehmenskrediten auf dem höheren deutschen Niveau gelegen wäre. Dies entspricht einem errechneten Einkommensgewinn von 2,94 Milliarden Euro oder rund 1.000 Euro pro unselbständig Erwerbstätigen.

Die The Banker-League Tables gelten als die zuverlässigste Quelle ihrer Art und in der Finanzwelt als diesbezüglich wichtigstes Nachschlagewerk. The Banker reiht die Banken nach ihrem Kernkapital („Strength"), weist aber auch Ranglisten nach Bilanzsumme („Size") sowie nach dem Kapital/Bilanzsummen-Verhältnis („Soundness") und entsprechend der Performance aus. Das „Top 1000 World Banks"-Ranking wurde in der aktuellen Juli-Ausgabe veröffentlicht.
     
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