2002: Mehr Lust auf Tafelspitz und Putenschnitzel  

erstellt am
29. 08. 03

Weniger Lust auf Brat- und Backhendln, leichter Anstieg des Rind- und Putenfleischverbrauchs; Hühnerfleischkonsum rückläufig
Wien (statistik austria) - Wie aus der Versorgungsbilanz für den tierischen Sektor der Statistik Austria hervorgeht, stieg im Jahr 2002 der Pro-Kopf-Verbrauch von Rindfleisch um 0,4 Kilo auf 18,8 Kilogramm an. Der Konsum von Hühnerfleisch ging hingegen um 0,5 Kilo auf 12,1 Kilogramm zurück. Von Putenfleisch wurde aber mit 5,2 Kilo pro Kopf und Jahr um 2 Prozent mehr verbraucht als 2001.

Im Jahr 2002 produzierte die österreichische Landwirtschaft 863.800 Tonnen Fleisch (einschließlich Innereien) und lag damit um 0,2 Prozent knapp über der Vorjahresproduktion. Der Inlandsabsatz verringerte sich um 0,7 Prozent auf 786.700 Tonnen. Auf einen Österreicher kamen somit pro Jahr 98,1 Kilogramm Fleisch (-0,2 Prozent). Der Grad der Selbstversorgung betrug bei Rind- und Kalbfleisch 146 Prozent, bei Schweinefleisch 104 Prozent, bei Hühnerfleisch 90 Prozent und bei Putenfleisch 53 Prozent.

Der Rindfleischkonsum befindet sich, nach dem starken BSE-bedingten Einbruch im Jahr 2001, wieder in einem leichten Aufwärtstrend. So konnte der Inlandsverbrauch auf 151.000 Tonnen (+1,7 Prozent) gesteigert werden. Dies entspricht einer Zunahme des Pro-Kopf-Verbrauches von 0,4 Kilo auf 18,8 Kilo (+2,2 Prozent).

In dem Maße als der Verbrauch von Rindfleisch zunahm, ging jener von Geflügel, hier vor allem Brat- und Backhühner, zurück. Bei Truthühnern hingegen konnte der Absatz ein wenig (+1,1 Prozent) gesteigert werden. Der Gesamtverbrauch von Geflügelfleisch pro Kopf betrug 18,0 Kilo (-2,2 Prozent). An Hühnerfleisch wurde mit 12,1 Kilo um 0,5 Kilo (-4 Prozent) weniger konsumiert als im Jahr davor. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 5,2 Kilo (+2 Prozent) konnte sich Putenfleisch weiter in der Gunst der Österreicher behaupten. Der Verbrauch von Enten- und Gänsefleisch blieb mit 0,7 Kilo pro Kopf auf dem Vorjahresniveau.

Die beliebteste Fleischart in Österreich ist, trotz eines leichten Verbrauchsrückganges von 0,7 Prozent, traditionell das Schweinefleisch. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 56,6 Kilo (-0,4 Prozent) deckt es annähernd zwei Drittel des gesamten Fleischverbrauches ab.
     
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