Stenzel: Belastungen für Transportunternehmen sind am Plafond   

erstellt am
18. 09. 03

EU-Erweiterung bringt zusätzliche Chancen für Wirtschaft
Wien (övp-pk) - Bei der Eröffnung der Internationalen Fachmesse für Transport und Logistik am Mittwoch (17. 09.)  hob ÖVP- Delegationsleiterin MEP Ursula Stenzel vor allem die Chancen hervor, die die EU-Erweiterung für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet: "Gerade die Logistikunternehmen werden vom wachsenden Markt und von der erhöhten Exporttätigkeit profitieren - ebenso die in diesem Bereich geschaffenen Arbeitsplätze."

Eine klare Absage machte Stenzel zu den von den Grünen verlangten Erhöhungen der Gebühren im Zusammenhang mit dem Road Pricing. "Das Transportgewerbe darf nicht weiter zur Kasse gebeten werden. Die Belastungen haben den Plafond erreicht und dürfen nicht weiter steigen, weil man sich sonst den Ast absägt, auf dem man sitzt", sagte Stenzel. Hinsichtlich des erhöhten Verkehrsaufkommens, ausgelöst durch die EU-Erweiterung, rächen sich nach Ansicht Stenzels Versäumnisse im Ausbau der Verkehrsnetze - die primär auf das Konto der sozialdemokratischen Verkehrsminister in den letzten Jahrzehnten gehen. "Das Transportaufkommen wird anschwellen. Die Frequenzen werden steigen - speziell auf den Straßen." STENZEL begrüßt den vorliegenden Vorschlag der EU-Wegekostrichtlinie, da dieser eine Querfinanzierung von der Straße auf die Schiene möglich macht. "EU-Erweiterung bedeutet", so Stenzel, "natürlich eine Vergrößerung des Binnenmarktes. Für einen funktionierenden Binnenmarkt wiederum sind optimale Verkehrsnetze quasi der Blutkreislauf. Daher ist deren Ausbau in allen drei Bereichen - Schiene, Straße, Wasser - für Österreich, aber auch für prosperierende Transportunternehmen von entscheidender Bedeutung." Da wurde in jüngerer Zeit gute Arbeit geleistet. "Österreich hat zweifellos bei den transeuropäischen Netzen gut verhandelt und wesentliche EU-Fördergelder für den Ausbau in allen drei Bereichen lukrieren können", sagte Stenzel abschließend.
     
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