Kärnten und Friaul-Julisch Venetien verstärken Kooperation im Gesundheitswesen  

erstellt am
18. 09. 03

LHStv. Ambrozy traf Präsident Illy – Zahlreiche grenzüberschreitende Kooperationen im medizinischen Bereich vereinbart
Triest / Klagenfurt (lpd) - Zahlreiche neue Projekte einer weitreichenden Kooperation im Gesundheitswesen zwischen Kärnten und der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien haben Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy und die friulanischen Landesräte für Gesundheit und Europapolitik, Gianni Pecol Cominotto und Ezio Beltrame, vereinbart.
Bei den offiziellen Gesprächen am Dienstag (16. 09.)  Nachmittag in Triest standen gemeinsame Konzepte für eine verstärkte Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Patientenversorgung, Lymphklinik Wolfsberg, beschleunigte Kostenrückerstattung, Ausbildung im Pflegebereich, Behandlung seltener Krankheiten sowie Gesundheitsförderung und –vorsorge im Mittelpunkt. Im Anschluss an den grenzüberschreitenden Gesundheitsgipfel traf Ambrozy mit Regionspräsidenten Riccardo Illy zusammen.

Ambrozy, der eine engere Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich als unbedingt notwendig und vorrangig bezeichnete, präsentierte seinen Amtskollegen die Grundzüge einer künftigen grenzüberschreitenden Kooperation der Krankenanstalten. Dadurch sollen insbesondere die wissenschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Fortbildungsaktivitäten gefördert sowie der Austausch von patientenrelevanten Daten optimiert werden. Mittelfristig sollen auch die italienische Region Veneto sowie in weiterer Folge die Republik Slowenien in diese Kooperation mit einbezogen werden, unterstrich Ambrozy.

Großes Interesse zeigte die friulanische Regierung an der neu geschaffenen Lymphklinik in Wolfsberg, wo laut Ambrozy vor allem im Bereich der Rehabilitation italienische Patienten behandelt werden könnten. Der Gesundheitsreferent will dazu finanzielle Unterstützung seitens der Europäischen Union einfordern.

Auch im Bereich der unmittelbaren Patientenversorgung werden Friaul und Kärnten hinkünftig bessere Kontakte pflegen. Konkret wurde eine Initiative für einen grenzüberschreitenden Krankenpflegeschüler-Austausch gestartet, die es Pflegeschülern beider Regionen ermöglichen soll, verstärkt im Ausland Praxiserfahrung zu sammeln. „Das Projekt soll den Krankenpflegeschülern helfen, mehr Selbstständigkeit zu gewinnen und neue Arbeitsweisen, Methoden und Techniken kennen zu lernen“, Ambrozy dazu. Erörtert wurde außerdem die Einrichtung einer internationalen Ausbildungsstätte für Pflegeberufe.

Gelobt wurde Kärnten für seine vorbildlichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung- und -vorsorge. Ambrozy ermutigte seine Amtskollegen, ähnliche Strukturen aufzubauen, und sicherte ihnen dabei die Unterstützung des Landes Kärnten zu.
     
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