Ideen finden und entwickeln  

erstellt am
17. 09. 03

Leoben (idw) - Mit der systematischen Ideenfindung und Entwicklung von Innovationen beschäftigen sich zwei EU-Projekte unter Federführung der österreichischen Montanuniversität Leoben. Produkte und Innovationen so schnell wie möglich zu entwickeln ist unerlässlich, um am Markt bestehen zu können. Um die systematische Ideenfindung und -entwicklung geht es auch bei zwei EU-Projekten, die das Außeninstitut der österreichischen Montanuniversität Leoben koordiniert. Beide Projekte verfolgen das Ziel, so Dipl.-Ing. Jürgen Jantschgi, eine "zielgerechte Ideenfindung für umweltgerechte Produkte und Verfahren" zu ermöglichen. Die EU fördert beide Projekte mit 636.000 Euro.

Der Innovations-Koffer
Zum einen geht es im EU-Projekt "SME-s Innotool" um die Erstellung eines Innovations- koffers" für klein- und mittelständische Betriebe. Ein Handbuch in elektronischer Form" soll auf interaktive Weise hilfreiche Werkzeuge zur systematischen Problemanalyse, kreativen Ideenfindung und für ein effektives Projektmanagement anbieten. Das Projekt kombiniert die Methode "TRIZ" (Theory of Inventive Problem Solving) mit dem Ansatz der nachhaltigen Entwicklung (Sustainability) und des Technologietransfers, also der Nutzung von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Als Entwicklungspartner sind neben dem Außeninstitut der Montanuniversität das deutsche Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie Aachen und das belgische Beratungsunternehmen CREAX aktiv. Als weitere "Demonstrations- und Verbreitungspartner" konnten Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus sechs EU-Ländern sowie aus Slowenien gewonnen werden. Das Projekt, dass innerhalb des 5. EU-Forschungsrahmen- programms abgewickelt wird, soll in zwei Jahren abgeschlossen sein.

Weiterbildung für Ideen-Entwickler
"Wie können Innovationen in Betrieben am besten gefördert werden?" Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projektes "Support", das von der EU-Initiative "Leonardo da Vinci" unterstützt wird. Ziel ist es, so Jürgen Jantschgi, "ein Trainingsprogramms für umweltgerechte Innovationswerkzeuge zu entwickeln und umzusetzen". Um den Ansatz der Nachhaltigkeit zu erfüllen, sollen bei allen Innovationen die Stoffflüsse minimiert und optimiert werden". Ein aus sieben Modulen aufgebautes Programm soll der Weiterbildung von Führungskräften von Forschungsabteilungen oder Geschäftsführern von klein- und mittelständischen Unternehmen dienen. Für die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung des Programms sorgen 16 Projektpartner aus 5 EU-Ländern sowie aus Slowenien. Auch dieses Projekt läuft zwei Jahre.
     
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