Wien ist Umweltmusterstadt bei Öko-Beschaffung  

erstellt am
24. 09. 03

Präsentation im schwedischen Göteborg
Wien (rk) - Wien hat als Umweltmusterstadt wieder einmal internationale Beachtung gefunden. Da Wien mit dem Großprojekt "ÖkoKauf Wien"eine Vorreiterrolle in der umweltfreundlichen Beschaffung einnimmt, wurden zwei Teammitglieder - Prof. Bruno Klausbruckner vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und DI Eva Persy von der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) - eingeladen, bei der "EcoProcura 2003" im schwedischen Göteborg vorzutragen.

Die Konferenz "EcoProcura", organisiert vom Internationalen Rat für Kommunale Umweltinitiativen, fand vom 8. bis 10. September 2003 unter dem Titel "Mainstreaming umweltfreundlicher Beschaffung in Europa" statt und brachte Entscheidungsträger, Einkäufer und Lieferanten aus ganz Europa zusammen. Im Rahmen von Vorträgen, Workshops und runden Tischen wurden zu den letzten Entwicklungen im öffentlichen Beschaffungswesen Erfahrungen ausgetauscht, Probleme diskutiert und Best-practice-Beispiele vorgestellt.

Das Projekt "ÖkoKauf Wien" - 1999 als Teil des Klimaschutzprogrammes der Stadt Wien gestartet, um den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen stärker nach ökologischen Gesichtspunkten zu orientieren - war mit drei Beiträgen besonders prominent vertreten. Während DI Eva Persy von der WUA zu den allgemeinen Themen "Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit für die ökologische Beschaffung" und "Kosteneffektiver umweltfreundlicher Einkauf am Beispiel der Stadt Wien" vortrug, konzentrierte sich Prof. Klausbruckner vom KAV mit seiner Präsentation "Beschaffung von biologischen Lebensmitteln" auf die Produktgruppe Nahrungsmittel.

Alle drei Vorträge wurden von den 170 KongressteilnehmerInnen sehr interessiert verfolgt. Besonders die Tatsache, dass mit dem Projekt "ÖkoKauf Wien" fast alle von der Stadt angekauften Waren und Dienstleistungen erfasst werden, faszinierte die ExpertInnen.

Zusätzlich zum Erfahrungstausch durch die verschiedenen Konferenzbeiträge, die demnächst auch im Internet veröffentlichet werden, entstanden in persönlichen Gesprächen zahlreiche neue Kontakte zwischen den TeilnehmerInnen.

Die Konferenz war ein voller Erfolg: Europa ist dem angestrebten Ziel der Konferenz - dem Mainstreaming umweltfreundlicher öffentlicher Beschaffung - einen Schritt näher gekommen.
     
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