Bäckereien: Brot- und Gebäckpreise dürften ab Oktober um bis zu 5% steigen  

erstellt am
23. 09. 03

Hohe Kosten bei Personal, Vertrieb, Energie, Mehl, Ei und Transportkosten
Wien (aiz.info) - Mit Preisanpassungen bei Brot und Gebäck rechnet die Bundesinnung der Bäcker ab Oktober. "Konsumenten müssen mit Steigerungen von bis zu 5% rechnen", betonte der Bundesinnungsmeister der Bäcker, Heinz Hofmann, am Montag (22. 09.). So müssten die rund 2.000 heimischen Bäcker Preissteigerungen, insbesondere bei Personal, Energie, Mehl, Eiern, Vertrieb und den Transportkosten hinnehmen.
Ganz besonders unter Druck stünden die Bäcker bei den Personalkosten. So sei der Personalkostenanteil in den letzten acht Jahren von circa 40% auf 50% der Nettoerlöse angestiegen, bei einzelnen Bäckern liege er sogar bei über 60%. "Auf Grund dieser hohen Personaltangente wirkt sich jede Lohnsteigerung unmittelbar und massiv auf den Preis von Brot und Gebäck aus. Das gilt auch für die heurige Lohnerhöhung im Bäckergewerbe um durchschnittlich 1,7%", resümiert Hofmann. Doch auch die Vertriebskosten im Verkaufsgeschäft seien stark "nach oben geklettert". So betrage ihr Anteil an den Nettoerlösen bereits 38%. Die Retourwarenanteile seien in den letzten Jahren durch die Sortimentserweiterungen und die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten deutlich gestiegen. Der Konsument erwarte frische Ware in großer Auswahl von früh bis spät. Nicht verkaufte Produkte würden daher die Produktkalkulation der Bäcker auch belasten, so der Bundesinnungsmeister der Bäcker.

Beim Rohstoff Weizen-Mehl würden die Preise um EUR 3,-/100 kg steigen, beim Roggen-Mehl sei es voraussichtlich etwas mehr. Am Feingebäcksektor dürften die Hersteller mit einer Verteuerung von Ei (Anstieg um mehr als ein Drittel in den letzten 4 Wochen), und - bedingt durch die hohen Ernteausfälle - von Zucker, Obst und Trockenfrüchten (+10%) sowie anderer wichtiger Zutaten konfrontiert werden, erklärte Hofmann.
     
zurück