Eisenstädter Haydntage mit 100 Prozent Auslastung  

erstellt am
23. 09. 03

Die Eisenstädter Haydntage 2003 mit dem Thema »Haydn und Beethoven« sind am Sonntag zu Ende gegangen
Eisenstadt (bvz.at) - Die 20 Veranstaltungen des elftägigen Festivals waren wieder zu 100 Prozent ausgelastet, die Publikumsresonanz "überwältigend", wie Intendant Walter Reicher in einem Resümee feststellte. "Mit der Kritik bin ich auch zufrieden." Das Motto der Haydntage 2004 wird "Die Familien Haydn und Bach" sein. Im nächsten Jahr wird es mit Haydns "L'infedelta delusa" auch eine Opern-Neuproduktion unter Fischer geben.

Die Gefahr, dass der mittlerweile international stark gefragte Dirigent für Eisenstadt verloren gehen könnte, sieht Intendant Reicher nicht. Das Problem sei eher die Zeitnot, "d. h., dass man viel, viel genauer planen muss". Fischer wolle jedenfalls sein 20. Jahr - ab 1989 gezählt - in Eisenstadt erleben und damit 2009, zum 200. Todestag Joseph Haydns, noch immer dabei sein. Ab 2005 wird die Haydnpflege in Eisenstadt durch zusätzliche Operntage, die unter der künstlerischen Leitung Fischers stehen werden, erweitert. "Wir arbeiten fest daran", versichert Reicher, "da hängt natürlich viel Geld und Organisation dran." Diese Operntage sollen jeweils Mitte August stattfinden und zu den Mitte September beginnenden Haydntagen überleiten. Während der Haydnfestspiele werden dann nicht mehr vier Opernabende geboten. Reicher schätzt, dass mit zwei Aufführungen das Auslangen gefunden werden kann, damit Gäste, die von weit her zum Festival anreisen, auch in den Genuss von Opern kommen. Festgehalten werden soll auch an der Vielfalt des Programms, denn ein großer Teil der Besucher bleibt für die Dauer der Festspiele.

In Eisenstadt haben sich mittlerweile ziemlich alle namhaften Haydn-Interpreten der Welt in die Künstlerliste eingetragen, seit Intendant Reicher die Haydntage vor 15 Jahren mit anhaltendem Erfolg neu strukturiert hat - auf Sir Simon Rattle wartet er aber noch. "Das wird uns irgendwann auch einmal gelingen", zeigte er sich optimistisch. "Er ist einer, der wirklich einen schönen Haydn macht. Er gehört nach Eisenstadt." Das Problem sei einfach die Zeit, Rattle sei sehr beschäftigt.

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