Metro präsentiert Supermarkt der Zukunft  

erstellt am
23. 09. 03

Wiener Fachpublikum kann am 4. ECR-Tag im Future Lab an Visionen teilhaben
Wien (pte) - Auf dem 4. ECR-Tag am 22. und 23. September in Wien ermöglicht die Metro Group einen Blick auf die Zukunft des Handels. Mit dem Eintritt ins Future Lab bietet sich dem Fachpublikum ein Auszug des technisch Machbaren im Kunden- und Back-Store-Bereich. So präsentiert die Metro Group Systeme vom persönlichen Einkaufsberater über eine intelligente Waage bis hin zur Radio Frequency Identification-Technologie (RFID), die das Bild des Handel prägen könnten und bereits am Montag (22. 09.) im Extra Future Store im deutschen Rheinberg getestet werden.

"Durch den Einsatz moderner Technologien können wir noch individueller auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Auf diese Weise können wir sie stärker an uns binden und steigern unsere Umsätze. Zugleich optimieren wir Prozessabläufe und reduzieren so die Kosten", erklärte Gerd Wolfram, der Projektleiter der Metro Group Future Store Initiative, heute, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz.

Basis des Systems stellt die RFID-Technologie dar, die berührungslose Datenübertragung per Funksignal ermöglicht. Anstatt der üblichen Barcodes müssen die Produkte mit Etiketten mit integrierten Computerchips und Miniatur-Antenne versehen werden, die aus bis zu einem Meter Entfernung gelesen werden können. "Momentan", sagte Gerd Wolfram, "kosten die Etiketten noch zwischen 60 und 70 Cent pro Stück. Erst bei Preisen um die zwei Cent können wir uns auch einen Einsatz Gütern des täglichen Bedarfs vorstellen." Jedoch würde sich das System bei höherpreisigen Produkten oder im Vertriebskanal bereits heute tragen.

Jeder Einkaufswagen kann mit einem persönlichen Einkaufsberater (PSA) ausgestattet werden, der sich mittels Kundenkarte auf die persönlichen Wünsche der Konsumenten ausrichten lässt. Der PSA ermöglicht den Kunden mittels Barcode den Abruf von Produktinformationen und Preisen und bietet einen Überblick über den Gesamtpreis des Einkaufs. Daneben informiert der PSA über Sonderangebote und ermöglicht ein schnelles Bezahlen an der Kassa durch Scannen der Produkte während des Einkaufens.

Weiters verfügt der Supermakt der Zukunft über elektronische Werbedsiplays, die stets über aktuelle Sonderangebote informieren. Info-Terminals bieten umfassende Informationen rund um die Produkte und zentral gesteuerte, elektronische Preisschilder an den Regalen garantieren aktuelle Preisauszeichnungen. Eine intelligente Wage verkürzt die Warteschlange an der Obsttheke, denn sie erkennt selbstständig, um welche Obst- oder Gemüsesorte es sich handelt. Bezahlen kann man an der Selbstzahlerkasse oder mit Hilfe des PSA. Durch den Befehl "Abrechnen" werden die eingescannten Daten an die Kasse übertragen und der Kunde zahlt, ohne seinen Einkaufswagen auszuräumen.

Der Extra Future Store in Rheinberg ist das erste Projekt der Metro Group Future Store Initiative, der neben der Metro auch Intel, SAP, IBM und fast 40 weitere Unternehmen aus der IT-, Dienstleistungs- und Konsumgüterindustrie angehören. Bis Ende des Jahres wird das Projekt in Rheinberg noch beobachtet, ehe die Metro Group erste Entscheidungen über den Einsatz der einen oder anderen Technologie fällt. Angenommen werden die Services jedenfalls, wie eine Befragung der Boston Consulting Group http://www.bcg.de ergab: 77 Prozent der Kunden haben die technischen Elemente bereits genutzt und 50 Prozent von denen, die es noch nicht versucht haben, möchten es in Zukunft tun. Zudem sei die Zahl der Stammkunden nach vier Monaten von 30 auf 43 Prozent angewachsen.
     
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