Wirtschaftskammer startet Offensive für erfolgreiche Eurofighter-Gegengeschäfte  

erstellt am
23. 09. 03

Ab 27. Oktober Offset-Konferenzen in den Bundesländern gemeinsam mit EADS
Wien (pwk) - "Sinn und Zweck der Arge Offset ist es, eine wichtige Aufgabe im Sinne der österreichischen Wirtschaft in Sachen Gegengeschäfte mit dem Eurofighter-Konsortium zu erfüllen. Dadurch wollen wir das volle Potential klug und erfolgreich nutzen und damit die Gegengeschäfte zu einem Erfolg machen", betonte der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Christian Domany, am Montag (22. 09.) anlässlich der erstmaligen Einberufung der Generalversammlung und des Lenkungsausschusses der in der WKÖ angesiedelten Arge Offset. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind, neben allen neun Landeskammern der WKÖ, das Wirtschafts- sowie das Verteidigungsministerium. Domany, der gleichzeitig zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bestellt wurde, kündigte für die kommenden Monate eine Offensive in den Ländern für an Gegengeschäften interessierte Unternehmen an. "Wir wollen die Wirtschaft, also unsere Unternehmer, vor Ort mit Verantwortlichen von Eurofighter sowie deren Partnerfirmen und den beteiligten Ministerien zu Gesprächen zusammenbringen", so der WKÖ-General.

Ab 27. Oktober werden an derzeit 7 Standorten in ganz Österreich sogenannte Offset-Konferenzen abgehalten. Durch die Bündelung mehrerer Bundesländer soll eine zeitliche Straffung des Programms auf 14 Tage erreicht werden. "Mit diesen Informationsveranstaltungen wollen wir auf die an Gegengeschäften interessierten Firmen zugehen und den Grundstein dafür legen, dass gerade auch die Klein- und Mittelbetriebe zum Zug kommen. Derzeit wissen wir von mehr als 540 Betrieben, die ihr Interesse am Offset-Programm bekundet und sich bei uns gemeldet habe. Unser Ziel ist es, dass Gegengeschäfte eine möglichst große gesamtwirtschaftliche Bedeutung erfahren und nicht nur wenigen Großunternehmen zugänglich sind", so Domany. Deshalb bedanke er sich bereits jetzt für die Unterstützung der Landeskammern, die im Verbund der Arge Offset sicher stellen würden, dass effizient und vor Ort Angebot und Nachfrage zusammen kommen.

Die regionale Verteilung der bisher gelisteten Firmen zeigt ein Stärkefeld im Süd-Westen Österreichs: 24 Prozent der Firmen befinden sich in Kärnten, 16 Prozent kommen aus Wien, 13 Prozent aus Niederösterreich und Oberösterreich, 12 Prozent aus der Steiermark, 8 Prozent aus Vorarlberg und 7 Prozent aus Tirol. In ihrer Beschäftigungsstruktur befinden sich über 80 Prozent im KMU-Bereich. Konkret verfügen 30 Prozent dieser Betriebe über bis zu 10 Mitarbeiter, 33 Prozent beschäftigen 11 bis 50 Mitarbeiter, jeweils 13 Prozent halten 51 bis 100 bzw. 101 bis 250 Beschäftigte, jeweils 4 Prozent befinden sich im Bereich 251 bis 500, 501 bis 1000 und über 1000 Mitarbeiter.

Die technologischen Schwerpunkten jener Firmen, die sich bisher bei der Arge Offset gemeldet haben, liegen im Bereich IT und Kommunikation (40 Prozent), Mobilität und Verkehr (15 Prozent) sowie Umwelt und Energie (11 Prozent). Weiters vertreten: Neue Werkstoffe (6 Prozent), Life Sciences (4 Prozent) sowie Mikro und Nanotechnik (3 Prozent). Nicht in diese Bereiche einordbare Produkte machen 22 Prozent aus. Nach wirtschaftlichen Stärkefeldern sind außerdem der automotive Bereich, Aerospace sowie Holztechnologien zu berücksichtigen.
     
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