Spatenstich für das Verbund-Kraftwerk Leoben  

erstellt am
23. 09. 03

Leoben (verbund) - Mit dem Spatenstich für das Verbund-Kraftwerk Leoben am Montag (22. 09.) setzt der Verbund, Österreichs führender Stromdienstleister, ein Zeichen dafür, daß auch in einem liberalisierten Strommarkt infrastrukturelle Investitionen vorgenommen werden. Die Zuwachsraten beim Stromverbrauch in Österreich und Europa zeigen die Notwendigkeit der Schaffung neuer Kraftwerkskapazitäten. Der Verbund trägt diesem Umstand Rechnung. Das neue Klein-Wasserkraftwerk erzeugt bei einer Gesamtleistung von 9.900 Kilowatt rund 50 Millionen kWh im Jahr. Es liefert damit etwa dreimal soviel elektrische Energie wie das alte Kraftwerk und kann jährlich rund 14.000 Haushalte mit Strom versorgen. Für das Bauvorhaben sind Finanzmittel in der Höhe von rund 34 Millionen Euro vorgesehen. Dieses Investitionsvolumen bedeutet einen wichtigen Impuls für die regionale Wertschöpfung.

Seit August laufen bereits die Abbrucharbeiten für das alte, rund 100 Jahre alte Krempl-Wasserkraftwerk. Damit wird Platz gemacht für die Errichtung des neuen StadtKraftWerkes Leoben der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP). Die gesamte Bauzeit erstreckt sich bis Oktober 2005. Baurat h.c. Dipl.-Ing. Dr. Herbert Schröfelbauer, Vorstandsvorsitzender der AHP, bedankt sich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Vertreter des Landes und der Stadt sowie des eingesetzten „Bürgerbeirates“ mit dem AHP-Projektteam. Die AHP, Österreichs führender Wasserkrafterzeuger, legt seit Beginn der Planung des StadtKraftWerkes auch großen Wert auf die Einbindung und Information der Bevölkerung und wird dies auch während der rund zweijährigen Bauzeit fortsetzen. „Damit wurde von Beginn an eine transparente Vorgangsweise der AHP gewährleistet und den Besonderheiten eines Kraftwerksbaues in einer Stadt Rechnung getragen“, so der AHP-Chef weiter.

Dipl.-Ing. Hans Haider, Vorsitzender des Vorstandes des Verbund und Aufsichtsratsvor- sitzender der AHP, sieht die behördliche Abwicklung des Kraftwerkes Leoben als zukunftsweisend, denn „Österreichs Stromversorgung der Zukunft braucht ein positives Investitionsklima sowie stabile, haltbare und einheitliche Spielregeln, auf die sich potentielle Investoren auch mittelfristig verlassen können“. Als positives Beispiel möge hier das „StadtKraftWerk Leoben“ dienen. „Relativ kurze Genehmigungsverfahren, die der Investitionsbereitschaft der AHP entgegenkamen, sind richtungsweisend auch für künftige größere Investitionsvorhaben. Dies wird notwendig sein um nicht nur regional sondern auch überregional den so wesentlichen Standortvorteil hoher Versorgungssicherheit mit Strom aufrecht halten zu können“, so Haider abschließend.
     
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