2003 war ein Zwetschken- und Birnenjahr  

erstellt am
17. 10. 03

Wien (statistik austria) - Die endgültigen Erntemeldungen der Obstreferenten der Statistik Austria bekräftigten die vorangegangenen Schätzungen für Sommerkernobst und Steinobst. So konnte bei Sommerkernobst die gute Vorjahresproduktion nicht ganz erreicht werden (-3 Prozent), während bei Steinobst die guten Prognosen - nach Marillen und Kirschen - nun auch für Zwetschken (+60 Prozent) und Pfirsiche (+27 Prozent) bestätigt wurden.

Das Obsterntejahr 2003 war wieder ein „Zwetschkenjahr" Mit insgesamt 69.500 Tonnen wurde nicht nur das schwache Vorjahr deutlich überboten (+60 Prozent), sondern auch die dritthöchste Ernte (1997: 76.800 Tonnen; 2001: 75.300 Tonnen) der letzten zehn Jahre eingebracht. Steiermark und Niederösterreich stellten mit 17.200 Tonnen beziehungsweise 16.800 Tonnen je rund ein Viertel der Zwetschkenproduktion, knapp gefolgt von Oberösterreich mit 14.600 Tonnen. Insgesamt stammten 93 Prozent (64.300 Tonnen) aus extensiven Beständen, während ein Anteil von nur 7 Prozent (5.200 Tonnen) in Erwerbsanlagen gezogen wurde.

Bei Pfirsichen wurde zwar mit 7.300 Tonnen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ein beachtlicher Zuwachs erzielt (+27 Prozent), verglichen mit dem Zehnjahresmittel war die Produktion aber trotzdem deutlich unterdurchschnittlich (-23 Prozent). Der Anteil Steirischer Pfirsiche sank heuer aufgrund der - verglichen mit der niederösterreichischen Konkurrenz - geringeren Zuwachsraten auf 43 Prozent (-6 Prozent).

Bei Sommerkernobst stellte sich die geerntete Produktion besser dar als zunächst angenommen. Demnach war die heurige Ernte bei Sommerbirnen mit 14.700 Tonnen (+27 Prozent) die höchste seit 1988, wobei das hohe Ertragsniveau - mit Ausnahme der hagelgeschädigten Kulturen in Wien - bundesweit verzeichnet werden konnte. Sommeräpfel gaben gegenüber dem hohen Vorjahresergebnis um 11 Prozent nach und lieferten ein Ernteergebnis von 39.800 Tonnen. Niederösterreich konnte mit 9.600 Tonnen (+5 Prozent) leicht gegenüber dem Vorjahr zulegen, während die Steiermark mit 9.300 Tonnen (-16 Prozent) und Oberösterreich mit 8.600 Tonnen (-14 Prozent) eine rückläufige Tendenz zeigten.
     
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