Bank Burgenland: Mindestverkaufspreis fixiert  

erstellt am
16. 10. 03

Eisenstadt (bvz.at) - In der Frage der Privatisierung der Bank Burgenland einigte man sich innerhalb der Landesregierung auf einen Mindestverkaufspreis. Über diesen Preis kann allerdings nur spekuliert werden. "Das wissen drei Leute und das soll auch bei diesen drei Leuten bleiben", so LHStv. Franz Steindl. Zum Kreis der Informierten gehören, neben Steindl, LH Hans Niessl und Finanz-LR Helmut Bieler.

"Wir wollen zu 100 Prozent privatisieren, wenn der Preis stimmt", so Steindl weiter. Einig sind sich die Spitzen von SPÖ und ÖVP laut Landeshauptmannstellvertreter auch darin, dass es der Bank schaden würde, potenziellen Interessen zusätzliche Bedingungen, z. B. im Personalbereich, zu stellen. Bei den Gesprächen werde das aber wohl eine Rolle spielen.

Was passiert, wenn dieser angestrebte Mindestverkaufspreis nicht erreicht wird? Aus der SPÖ hört man, dass darunter jedenfalls nicht verkauft wird. LHStv. Steindl hält sich da noch bedeckt: "Dann gibt es Gespräche." Auch FPÖ-Obmann Stefan Salzl sagt, "dann wird man reden müssen, ob es eine Kompensation mit entsprechendem Wert für das gibt, was nicht erreicht wird".

Bedeckt hält man sich im Eisenstädter Landhaus vorerst auch über die Höhe des Abfindungsangebotes an den Streubesitz - das Land als Haupteigentümer will bekanntlich sämtliche Vorzugsaktien aufkaufen - und wann die Ausschreibung erfolgen wird. Dem Vernehmen nach hat es bereits ein Vorgespräch mit der Übernahmekommission gegeben. Der Eigentümer-Beschluss über das Angebot an die Streubesitz-Aktionäre stehe noch aus, hieß es am Mittwoch. Das Ziel sei aber, das rasch vorzulegen.

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