Chronik der Woche vom 13. 11. bis 19. 11. 2001

   
Auszeichnungen für ORF-Mitarbeiter durch Bundesministerin Gehrer
Wien (orf) - Gestern, am Donnerstag, dem 15. November 2001, erhielten drei ORF-Mitarbeiter Auszeichnungen: ORF-Hauptabteilungsleiter Jörg Ruminak erhielt das große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie Michaela Cirka, Leiterin von "147 - Rat auf Draht", und Mag. Wolfgang Klein, Radioredakteur Abteilung Religion, das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Ruminak und Cirka wurden für ihre Verdienste um die Errichtung und Betreibung der ORF-Kinder- und Jugendnotrufnummer "147 - Rat auf Draht" ausgezeichnet, Mag. Wolfgang Klein für besondere Verdienste um seine journalistische Tätigkeit mit besonderem sozialem Bezug und die Einrichtung der Telefonseelsorge-Notrufnummer 142.
Bundesministerin Elisabeth Gehrer hob in ihrer Ansprache neben dem Bildungsauftrag die wichtige soziale Verantwortung der Medien, insbesondere des ORF, hervor: "147 - Rat auf Draht" trage ebenso wie die Sorge um die religiöse Bildung der jungen Menschen dazu bei, diesen eine Orientierungshilfe zu geben, ihnen zu helfen, sich in problematischen Situationen zurechtzufinden. Die Ausgezeichneten, so Gehrer weiter, wären Menschen, die auch in schwierigen Zeiten Herausforderungen annehmen, um neue Ziele zu erreichen.
"147 - Rat auf Draht": Der ORF ist die einzige Fernsehstation, die eine solche Helpline betreibt, um Kindern und Jugendlichen mit Schulproblemen, Problemen mit Familie und Freunden, bei Liebeskummer, Vereinsamung, aber auch Drogenproblemen bis hin zu psychischer und physischer Gewalt beizustehen und effiziente Hilfe in akuten Notsituationen zu leisten. Der präventive Charakter der Notrufnummer zeigt sich besonders in Fällen, in denen die geschulten Mitarbeiter helfen, Selbstmorde zu verhindern und immer mehr "Ausreißer" im Gespräch überzeugt werden können, dass "Von-zu-Hause-Weglaufen" nicht die Lösung ihrer Probleme ist. Die Mitarbeiter von "147 - Rat auf Draht" übernehmen mit ihrer Tätigkeit Aufgaben und Schutzfunktionen in der Gesellschaft. Als Instanz der Erwachsenenwelt begleiten sie die Jugendlichen in ihrer Entwicklung zur Selbstständigkeit.

 
SAP Österreich sponsert das SOS-Kinderdorf Projekt „AR.SOS“
Wien (pts) - SAP Österreich unterstützt das Integrationsprojekt AR.SOS mit 37.000 Euro. Diese Initiative von SOS-Kinderdorf und dem Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich soll schwer vermittelbaren Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern. Die Scheckübergabe fand diese Woche SAP in Wien statt. SAP Österreich hat es sich zum Grundsatz gemacht, die Aus- und Weiterbildung ambitionierter Menschen zu fördern. Kooperationen mit dem AMS, dem Wifi Wien, Universitäten, Fachhochschulen und berufsbildenden höheren Schulen ermöglichen individuell angepasste Ausbildungen, je nach Interessenslage und Vorbildung.
"Dieses Sozialsponsoring-Projekt von SAP Österreich entspricht ebenfalls diesem Grundgedanken. In einer vernetzten Welt gewinnt die Zusammenarbeit öffentlicher und privater Organisationen immer mehr an Bedeutung," so Manfred Travnicek, Direktor für Marketing und PR bei SAP Österreich, über die Entscheidung für AR.SOS.

AR.SOS, das Arbeitsprojekt der SOS-Kinderdörfer
AR.SOS, ein Projekt des Jugendhilfszentrums in Guntramsdorf - eine sozialpädagogische Einrichtung des SOS-Kinderdorfes Wienerwald - und des AMS Niederösterreich, bietet arbeitslosen und sozial benachteiligten Jugendlichen ein spezielles Arbeits- und Schulungsprogramm. Ziel ist die berufliche Integration dieser sogenannten "schwierigen" Jugendlichen am freien Arbeitsmarkt durch langsames Heranführen an die Leistungsanforderungen und sozialen Gepflogenheiten der realen Berufswelt.
Wilfried Vyslozil, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf: "Durch die Unterstützung dieser Jugendlicher stabilisieren wir die Gesellschaft. Mit dem Engagement von SAP Österreich kann die AR.SOS-Infrastruktur ausgebaut und die Projekt-Koordination verbessert werden."
Im Rahmen von AR.SOS werden die Jugendlichen mit den unterschiedlichen Prozessen der Arbeitswelt konfrontiert, von der Beschaffung über Produktion und Lagerhaltung bis zum Vertrieb. Räumungen von Verlassenschaften stehen ebenso auf der Tagesordnung, wie das Reparieren und Restaurieren von Kleinmöbeln, Fahrrädern und kleinen technischen Geräten. In den beiden SOS-Secondhand-Shops in Mödling und Hinterbrühl werden die Waren vertrieben und Verkäuferinnen ausgebildet.

Sozialsponsoring-Programm der UNO
Die SAP AG hat den "United Nations Global Compact" unterschrieben. Dieses internationale Sozialsponsoring-Programm, das im Jahr 2000 von UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan ins Leben gerufen wurde, stellt eine globale Plattform für engagiertes und kreatives Leadership dar. Seither unterstützte SAP weltweit unzählige soziale Projekte, wie z.B. die "World Childhood Foundation", das "Clean City Project" in Indien, ein E-Learning-Projekt in Südafrika, die Amadeu Antonio Foundation" gegen Rassismus und Intoleranz in Deutschland und SOS-Kinderdorf in Finnland.

 
Feierlicher Auftakt des Wr. Advents und Eröffnung des Christkindlmarkts
Wien (rk) - Mit der Illuminierung des Weihnachtsbaums durch Südtirols Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder und Bürgermeister Dr. Michael Häupl ist Samstag abends der traditionelle Wiener Christkindlmarkt mit dem Wiener Adventzauber eröffnet worden. "Es ist eine besondere Ehre, dass heuer Südtirol den Weihnachtsbaum für Wien zur Verfügung stellen durfte. Für mich ist das ein Ausdruck der geistigen und kulturellen Verbundenheit mit Wien und Österreich", meinte der Südtiroler Landeshauptmann in seiner Eröffnungsansprache.
Bürgermeister Häupl würdigte die traditionell guten Beziehungen zu Südtirol und sprach die Hoffnung auf ein friedliches Weihnachtsfest aus Dem Festakt, der von Trachtenkapellen aus Südtirol und der Gardemusik Wien musikalisch gestaltet wurde, wohnten zahlreiche Mitglieder der Stadtregierung - unter ihnen Vbgm. Grete Laska, Vbgm. Sepp Rieder, Gesundheitsstadträtin Pitterman, Umweltstadträtin Kossina, Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und Vertreter der Wiener Wirtschaft, allen voran Kammerpräsident Komm.Rat Walter Nettig bei.
Der Wiener Adventzauber dauert heuer von 17. November bis 24. Dezember und bietet neben dem Wiener Christkindlmarkt zahlreiche Attraktionen für jung und Alt- die geschmückten Bäume, einen Musik-Pavillon im Rathauspark, interessante Bastelideen für die Kinder in Christkindls Werkstatt, neue interaktive Spiele, eine Weihnachtsinstallation mit Hoki Poki, dem Adventzauber, und vieles mehr erwarten das Publikum täglich von 9 bis 21 Uhr, am 24. Dezember bis 17 Uhr. Die Kinderaktivitäten in Christkindls Werkstatt werden täglich von 9 bis 19 Uhr und am 24.12. bis 17 Uhr angeboten. Heuer gibt es auch wieder die internationalen Chorkonzerte mit Chören aus aller Welt. Sie präsentieren an den letzten drei Adventwochenenden ab 7. Dezember im großen Festsaal des Rathauses jeden Freitag, Samstag und Sonntag von 15.30 bis 19 Uhr die schönsten Weihnachtslieder aus ihrer Heimat, und an den letzten drei Adventsonntagen wird am Abend um 19 Uhr und um 20 Uhr das traditionelle Turmblasen des Bläserensembles der Gardemusik Wien die Besucher auf dem Rathausplatz in vorweihnachtliche Stimmung versetzen. Einen Überblick über das gesamte Programm des Adventzaubers und laufend aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auch im Internet unter www.christkindlmarkt.at. Wissenswertes über die Wiener Weihnachtsmärkte findet man unter www.top.wien.at/weihnachtsmärkte/

 
Donaubrücke Pöchlarn für den Verkehr freigegeben
Pöchlarn (nlk) - „Mit dieser Brücke wurde etwas errichtet, das für viele Generationen von Bedeutung ist und Signalwirkung weit über die Region hinaus und für ganz Niederösterreich hat.“ Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ließ am Mittwoch bei der Verkehrsfreigabe der Donaubrücke Pöchlarn keine Zweifel daran, wie wichtig dieses Bauwerk für die Region und für ganz Niederösterreich ist. Es verbindet nicht nur die Orte diesseits und jenseits der Donau, die Brücke bindet auch das Waldviertel besser an das hochrangige Straßennetz (Westautobahn) an.
„Gleichzeitig wird auch die Region als Wirtschaftsstandort attraktiver“, ist Pröll überzeugt. „Die Brücke ist zudem ein wichtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur in Niederösterreich mit dem Ziel, das Land zu einer Top-Region in Europa zu machen.“ Zufrieden zeigte sich Pröll auch, wie hier Konflikte und Spannungsfelder, die ein Bauwerk in dieser Größenordnung einfach mit sich bringe, gelöst werden konnten. Ziel sei es nun, optimale Anbindungen bis ins nördliche Waldviertel zu schaffen.
Die Brücke wurde in einer Bauzeit von viereinhalb Jahren errichtet und hat eine Länge von 560 Metern. Dazu kommen eine 100 Meter lange Vorlandbrücke im Norden und eine 800 Meter lange Straßenrampe südlich der Donau. Zusätzlich wurde ein Radweg geschaffen. Diese Brücke ersetzt auch die Fähre bei Pöchlarn, die rund 100 Jahre die einzige Möglichkeit war, in dieser Region die Donau zu queren. Die Gesamtkosten für dieses Bauwerk beliefen sich auf rund 350 Millionen Schilling (25,44 Millionen Euro).

 
Technische Schulen sind österreichisches Aushängeschild
Salzburg (lk) - Ein Plädoyer für die technischen Schulen im Allgemeinen und die HTL Salzburg-Itzling im Besonderen hielt der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Salzburg, Hofrat Prof. Mag. Gerhard Schäffer, beim Festakt 125 Jahre HTL-Salzburg im Großen Festspielhaus. Jubiläen würden einen berechtigten Anlass bieten, Rückschau zu halten und in die Zukunft zu blicken. Was die Zukunft des Bildungswesens betreffe, so nannte Schäffer das österreichische Bildungssystem in der EU als „vorbildlich" und betonte gleichzeitig den hohen Stellenwert der HTL innerhalb der österreichischen Schulorganisation. Die HTL Salzburg sei immer schon ein Garant für die Erreichung von zwei Bildungszielen gewesen, einer Berufsausbildung auf hohem Niveau und der Vermittlung der Hochschulreife. Viele heute auch international tätige Manager und Techniker seien an dieser Schule für das Studium an einer Universität vorbereitet worden. Präsident Schäffer wörtlich: „Darauf können sie stolz sein, und deshalb lohnt es sich auch zu feiern. Für die gesamte Schulgemeinschaft und mit der gesamten Schulgemeinschaft".
Die HTL biete eine breite Palette an fachlichen Ausbildungsmöglichkeiten an, die in enger Abstimmung mit Wirtschaft und Gesellschaft entstünden. Vor allem die Wirtschaft habe ein berechtigtes Interesse am Bildungswesen, weil die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens auch über die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft entscheide. Dies würde durch mehrere empirische wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Präsident Schäffer wünschte der HTL Salzburg eine positive Weiterentwicklung wie in den vergangenen Jahren. Diese sei vor allem dann gesichert, wenn man standortbezogen an jener Qualität festhalte, die mit dem Begriff „HTL Salzburg" verbunden sei.

 
Wien: 138 Millionen Schilling für Altstadterhaltung
Wien (rk) - Der Altstadterhaltungsbeirat beschloss in seiner letzten Sitzung Förderungen in der Gesamthöhe von 138 Millionen Schilling. Damit werden denkmalpflegerische Arbeiten an insgesamt 81 Objekten finanziert: Großteils sind die geförderten Objekte Wohnhäuser in Schutzzonen aus den Bauepochen vom Barock über die Gründerzeit bis zu Gemeindebauten der Ersten Republik. Prominentes Beispiel eines mit Hilfe des Altstadterhaltungsfonds renovierten Baujuwels: das bereits fertiggestellte Misrachihaus auf dem Judenplatz, für das ein Beitrag von 7,5 Millionen Schilling genehmigt wurde.
Zu den Sakralbauten, für die Mittel für Renovierungsarbeiten genehmigt wurden, zählen unter anderem die Peterskirche (sechs Millionen für Fassadeninstandsetzung), die Karlskirche (rund zwei Millionen für die Arbeiten an den Fassaden der beiden Glockentürme), die Lueger-Kirche auf dem Zentralfriedhof (rund 36,4 Millionen für die bereits abgeschlossenen Arbeiten an dem wertvollen Jugendstilbau) und die Johannes-Kapelle von Otto Wagner am Währinger Gürtel (rund 2,4 Millionen).
Weiters werden auch zwei traditionsreiche und denkmalgeschützte Wiener Bäder mit Hilfe das Altstdterhaltungsfonds instandgesetzt: Das Gänsehäufel (Förderung: 7,75 Millionen) und das Krapfenwaldl (3,67 Millionen für die Fassadeninstandsetzung).

 
Gastein am Weg zur Destinationsmanagement-Company
Gastein - Mit insgesamt 13 anderen österreichischen Regionen (darunter u.a. Zillertal, Achensee, Europasportregion oder Steirisches Thermenland) nimmt Gastein an einem europaweit einzigartigen Projekt zur Destinationsentwicklung teil. Im Rahmen des Projektes DMMA (Destinations Management Monitor Austria) analysieren nun 14 Tourismusregionen ihre Potenziale und setzen individuelle Schlüsselprojekte um, die im internationalen Wettbewerb neue Chancen versprechen. Das Projekt wurde im Jahr 2000 gestartet und läuft bis 2003 unter der Leitung und Begleitung eines internationalen Expertenteams. "Das DMMA wird wesentlich zur Steigerung der Effizienz und der internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Tourismuswirtschaft beitragen", ist Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann überzeugt.
Federführend für Gastein ist die 1997 gegründete "Gasteinertal Tourismus GmbH"(GTG), wie deren neuer Geschäftsführer Gernot Riedel mitteilt. Mit Unterstützung eines regionalen Projektteams ( Obleute und GF von TVB´s sowie wesentliche Leistungsträger des Tales wie Gasteiner Bergbahn oder Kur-und Vitalzentrum ) soll vor allem die raschestmögliche und konsequente Zusammenführung der drei Tourismusverbände des Tales unter dem Markendach Gastein bzw. der GTG erfolgen. Bereits jetzt koordiniert die GTG ja das gesamte Marketing des Gasteinertales in den relevanten Herkunftsmärkten. Riedel ist jedoch überzeugt, daß noch viel Aufklärungsarbeit und Kommunikation zu den Betrieben notwendig ist, andererseits aber auch die rechtlich nach wie vor eigenständigen Kur- und Tourismusverbände im Sinne effizienter, kosten - und zielorientierter Arbeitsweise zumindest organisatorisch vernetzt werden müssen.
Sowohl interne Befragungen bei Betrieben des Gasteinertales, aber auch Befragungen von Gästen sowie Marktstudien in Deutschland und Österreich haben ergeben, daß Gastein nach wie vor zu den bekanntesten und umsatzstärksten österreichischen Tourismusregionen zählt, jedoch in vielen Bereichen Aufholbedarf bestehe. U.a. sollen im Rahmen der Marke Gastein die zentralen Angebotselemente Gesundheit/Wellness, Bergerlebnis Winter/Sommer sowie Kongreß- und Seminartourismus gestärkt werden, vor allem jedoch die im Alpenraum nahezu einzigartige Kombination "Ski & Thermal" zentral in den Vordergrund gestellt werden.
Auch die Leistungsträger sollen in diese Prozesse beispielsweise durch die Erstellung von verkaufsorientierten Angebotspackages und Angebotsgruppen stark eingebunden werden. Riedel, der die GTG Anfang August übernommen hat, ist derzeit intensiv mit der Innenkommunikation, Budget- und Mediaplanung für 2002 sowie der Reorganisation der GTG beschäftigt. Weiters ist Gastein Pilotort im Rahmen des von der Salzburgerland Tourismus GmbH initiierten Buchungs-und Reservierungssystems "Deskline", welches in enger Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden des Tales gerade in Aufbereitung ist.

 
A 1: Erster Bauabschnitt des Talüberganges bei Pressbaum fertig
St. Pölten (nlk) - Seit Sommer dieses Jahres wird auf der Westautobahn der Talübergang Pfalzau bei Pressbaum (Kilometer 21,6) generalsaniert. Noch in dieser Woche sollen, falls das Wetter mitspielt, die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt abgeschlossen werden. In der kommenden Woche wird dann auch der Gegenverkehrsbereich aufgehoben; damit ist dieser Abschnitt der A 1 in den nächsten Monaten wieder ungehindert befahrbar. Im Februar bzw. März des kommenden Jahres werden die Arbeiten fortgesetzt, mit der endgültigen Fertigstellung ist bis Juni 2002 zu rechnen.
Im Zuge dieser Generalinstandsetzung werden bei der rund 340 Meter langen Brücke die Tragwerksabdichtung, die Übergangskonstruktionen, die Randbalken und die Leitschienen erneuert und die vierspurige Fahrbahn – je zwei pro Fahrtrichtung – von derzeit 11,50 auf 12,25 Meter verbreitert. Gleichzeitig wird eine starre Mitteltrennung errichtet. Die starre Mitteltrennung hat sich bereits auf anderen Autobahnabschnitten in Niederösterreich bestens bewährt und zu einer wesentlichen Reduktion der Verkehrsunfälle geführt. Zusätzlich werden Lärmschutzwände errichtet. Die Gesamtkosten für dieses Bauvorhaben belaufen sich auf knapp 40 Millionen Schilling (2.906.913 Euro).

 
Delegation der Uni Montclair besuchte Graz
Graz (mag) - Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Graz und der amerikanischen Stadt Montclair wurden in den letzten Tagen weiter vertieft: Von Samstag bis heute, Dienstag, befand sich eine fünfköpfige Delegation der Montclair State University unter der Leitung von Rektorin Dr. Susan Cole in Graz. Nach kulturellen - Besuch der "Mozart-Messe" im Dom - und touristischen Höhepunkten - Rundgang durch Graz, Besuch der Südsteiermark - trafen die VertreterInnen der Montclair Universität gestern in der Grazer Karl-Franzens-Universität mit Rektor Dr. Lothar Zechlin und etlichen Dekanen zusammen.
Im intensiven Gedankenaustausch wurde vereinbart, den Fakultätsaustausch zwischen Graz und der Montclair State University zu forcieren und dafür verstärkt moderne Kommunikationstechnologien wie E-mail und Internet zu nützen. Für die Amerikanistik-StudentInnen hielt Montclair-Rektorin Susan Cole sogar eine Vorlesung ab.
Am Abend gab Bürgermeister Alfred Stingl im Rathaus für die Delegation aus der Partnerstadt Montclair einen Empfang. Rektorin Cole unterstrich dabei, wie wichtig es sei, die nun schon 51 Jahre dauernden ausgezeichneten Beziehungen von Montclair zu Graz in den nächsten 50 Jahren auszuweiten und zu intensivieren - ein Vorhaben, dem sich Bürgermeister Stingl voll und ganz anschloss.

 
Bundespräsident Dr. Thomas Klestil eröffnete „Licht ins Dunkel 2001“
Wien (orf/ots) - Als Schirmherr der Aktion "Licht ins Dunkel" eröffnete Bundespräsident Dr. Thomas Klestil am Dienstag, dem 13. November 2001, in der Präsidentschaftskanzlei die Kampagne 2001 dieser traditionellen Aktion für Kinder in Österreich. Der Bundespräsident bezeichnete "Licht ins Dunkel" als "moderne Weihnachtsgeschichte, die auch unsere Herzen öffnet". Beim Start der Kampagne begrüßte Dr. Thomas Klestil u. a. ORF-Generalintendant Gerhard Weis, den Präsidenten des Vereins "Licht ins Dunkel", Kommerzialrat Erik Hanke, die Geschäftsführerin des Vereins, Christine Tschürtz, den Initiator und Leiter der Aktion, Kurt Bergmann, Programmintendantin Mag. Kathrin Zechner, Hörfunkintendant Dr. Manfred Jochum sowie die Vertreter zahlreicher Großspender. Der Auftakt zu "Licht ins Dunkel" mit der Kontonummer 237 6000 erfolgt im Fernsehen am 30. November 2001 mit der traditionellen "Licht ins Dunkel-Gala".
Bundespräsident Dr. Thomas Klestil zeigte sich beeindruckt davon, dass "Licht ins Dunkel" seit dem Start der Aktion im Jahr 1973 mehr als 1,3 Milliarden Schilling an Spenden für behinderte und Not leidende junge Menschen erbracht habe. Dieses Ergebnis zeige, dass die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher ungebrochen sei. "Mit Stolz können wir darauf verweisen, dass ‚Licht ins Dunkel' die größte humanitäre Kampagne in Europa ist. Ich sehe darin auch ein erfreuliches Zeichen, dass die mitmenschliche Solidarität in unserem Land tief verwurzelt ist."
Generalintendant Gerhard Weis betonte, dass der ORF als nationaler Dienstleister für Österreich nicht nur Programmveranstalter, "sondern auch Initiator und Motor großer Hilfsaktionen wie ,Licht ins Dunkel' und ,Nachbar in Not' ist. Wir fungieren hier als elektronischer Klingelbeutel, und dank unserer Marktstärke im Fernsehen, im Radio und im Internet ist dieser elektronische Klingelbeutel nicht zu überhören und zu übersehen." Generalintendant Weis dankte den Großspendern, "die sich zu Weihnachten immer wieder auf die Wurzeln des Festes besinnen", sowie den vielen "kleinen" Spendern. Generalintendant Weis unterstrich, dass der persönliche Beitrag für "Licht ins Dunkel" für sehr viele mit einem persönlichem Opfer verbunden sei.
Der Initiator und Leiter von "Licht ins Dunkel", Kurt Bergmann, verwies darauf, dass die Kampagne im ersten Jahr ihres Bestehens 30.000 Schilling und im vergangenen Jahr 130 Millionen Schilling erbracht habe. Dies sei eine einmalige Erfolgsgeschichte. Im Zusammenhang mit der Kampagne 2001 wies Bergmann insbesondere auf die Kampagne "Gib Deinen Münzen eine Chance - Spende für Menschen in Not" hin. Weiters erklärte Bergmann, dass die öffentliche Hand soziale und humanitäre Aufgaben immer mehr privaten Organisatoren überlasse. Diese Entwicklung sei prinzipiell zu begrüßen, es müssten jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine steuerliche Absetzbarkeit klar geregelt werden. Dadurch solle ein Ansporn zu einem noch größeren Spendenaufkommen geschaffen werden.

Spenden für "Licht ins Dunkel"
Erlagscheine bei allen Postämtern und Geldinstituten: PSK 237.6000
Spenden kostenlos über Telefon (auch Handys, ab 30. November 2001): 0800-24 12 01
Telefonspenden aus dem Ausland: 0043-1-24 660 Spenden via Fax (ab 30. November 2001): 0800-222 444 Faxspenden aus dem Ausland: 0043-1-404 808 Spenden über Internet: http://lichtinsdunkel.orf.at (Spendenmöglichkeit im Internet auch mit den Kreditkarten Visa, American Express, Diners Club und Mastercard) Spenden über E-Mail: lichtinsdunkel@orf.at

 
Siemens Life Award an Maximilian Schell
Wien - Die Siemens AG Österreich vergibt im Rahmen einer Galaveranstaltung der Academy of Life im Siemens Forum Wien am 15. 11. 2001 den von Alfred Hrdlicka geschaffenen "Siemens Life Award" an den in Wien geborenen Schauspieler, Autor und Regisseur Maximilian Schell. Mit dem Award werden pro Jahr vier international bekannte Persönlichkeiten geehrt, die jenseits von formalen Bildungs- bzw. Karrierekriterien auf außergewöhnliche Leistungen und Erfolge verweisen können. Die "Siemens Life Award"- PreisträgerInnen sind zugleich auch Gaststars der Academy of Life. Bisher wurden Fritz Molden, Karlheinz Böhm, Helmut Schmidt, Andrea Jonasson und Carl Djerassi mit dem Award ausgezeichnet.
Menschen, die unabhängig von einer akademischen Ausbildung Besonderes in ihrem Leben geleistet haben - also auch intensiv an der Universität des Lebens studiert haben - treten im Rahmen der "Academy of Life" im Siemens Forum Wien auf und berichten den "StudentInnen" der Academy of Life über ihre wichtigsten Lebensweichen und die damit verbundenen Entscheidungen ebenso wie über jene Lebensfaktoren und Lebenseinstellungen, die sie zu dem gemacht haben, was sie sind. Im Unterschied zu bestehenden Weiterbildungseinrichtungen soll auf der Academy of Life nicht Fachwissen sondern Relevanzwissen für den je eigenen Lebensbezug der "StudentInnen" vermittelt werden.
Die "StudentInnen" (JungunternehmerInnen und JungmanagerInnen aus diversen Sparten wie Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur etc.) haben in Workshops, die auf den Start-Vortrag des Stargastes folgen, Gelegenheit, das Gehörte an ihrem eigenen Lebenskontext zu messen und neue Erkenntnisse mitzunehmen. In verschiedenen Departments (Fokusgruppen wie Philosophie, Psychologie, "Bühne des Lebens", Recht und Ethik, Weltbild, Kommunikation, Beziehung und System, Naturwissenschaft und Wirtschaft) werden die Ansätze der vortragenden Persönlichkeiten gemeinsam mit den Departmentleiterinnen und Departmentleitern reflektiert und in Beziehung zum je eigenen Lebenskontext gestellt.

 
„Römischer Weihnachtsmarkt“ in Carnuntum
Carnuntum (nlk) - Inspiriert vom römischen Fest der Saturnalien findet am 8. und 9. Dezember von 13 bis 18 Uhr im Garten des Archäologischen Museums Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg der römische Weihnachtsmarkt statt. Die Saturnalien dauerten in der Antike vom 17. bis 23. Dezember und waren vor allem vom gegenseitigen Beschenken geprägt. Dieser Brauch wurde in unsere Weihnachtszeit übernommen.
Und Möglichkeiten, außergewöhnliche Geschenke für Familie und Freunde zu kaufen, gibt es bei diesem Weihnachtsmarkt in Carnuntum genügend. So kann man römische Töpferwaren, Edelsteine, römische Spiele und vieles mehr erstehen. Nach römischem Vorbild gekleidete Handwerker und Händler bringen Atmosphäre in unsere Weihnachtszeit. Der Adventzauber verbreitet sich an diesem Wochenende über den Garten des Museums, der durch sein besonderes Ambiente den idealen stimmungsvollen Rahmen für diese vorweihnachtliche Veranstaltung bildet. Ein besonderes Erlebnis ist dieser Weihnachtsmarkt vor allem für Kinder. Sie können ihre eigenen römischen Münzen prägen, Kerzen gestalten, basteln, römische Spiele ausprobieren und noch vieles mehr. Für „hungrige Römer“ gibt es natürlich auch Stärkungen nach römischen Rezepten sowie traditionelle österreichische Weihnachtsspezialitäten. Der Eintritt zum Weihnachtsmarkt ist gratis.
Und da nicht nur der Garten, sondern auch das Museum selbst vieles zu bieten hat, kann man am Samstag und Sonntag auch die zahlreichen römischen Fundstücke bestaunen und an speziellen Führungen für Kinder und Erwachsene teilnehmen.
Am Sonntag um 16 Uhr wartet eine ganz besondere Attraktion auf die Gäste. Erstmalig singt der Schulchor des BG Bruck an der Leitha im Museum Carnuntinum stimmungsvolle Weihnachtslieder.

 
35 Jahre Dorfhelferinnen in Niederösterreich
St. Pölten (nlk) - Der Dorfhelferinnendienst besteht seit 35 Jahren. Deshalb fand gestern, Montag, im Landtagssitzungssaal in St.Pölten ein Festakt statt, an dem auch Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank teilnahm. 620 Dorfhelferinnen hätten seit 1966 die einmalige Ausbildung absolviert, 40 von ihnen seien derzeit im Einsatz, sagte Landesrat Plank in seiner Gratulationsrede. Vielen Anforderungen müssten diese jungen Menschen gerecht werden, z.B. Kontaktfähigkeit, die Liebe zu Kindern, Bereitschaft zum Helfen, persönlichen Einsatz, Anpassungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen, Flexibilität, physische und psychische Belastbarkeit sowie Pflichtbewusstsein. „Hätten wir sie nicht, man müsste sie unverzüglich einführen“, meinte Plank, denn die Dorfhelferinnen würden ihren Beruf bewusster leben und erleben als andere.
Dorfhelferinnen übernehmen die Arbeit der Bäuerin, wenn diese aus unterschiedlichsten Gründen nicht arbeiten kann, etwa durch Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder Geburt, wegen Kur- und Erholungsaufenthalten oder bei einem Todesfall. Aber auch die Versorgung Pflegebedürftiger oder von schulpflichtigen Kindern gehört zur Arbeit der Dorfhelferinnen. Sie arbeiten zwischen einer Woche und zwei Monaten bzw. bei Bedarf noch länger im Haushalt, aber auch in der Landwirtschaft als Helferin bei der Stallarbeit, im Garten und am Feld.
Diese Kombination aus Familien- und Betriebshilfe existiert nur in Niederösterreich. Die Ausbildung zum Beruf einer Dorfhelferin in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Tullnerbach dauert – nach dem vorhergehenden, erfolgreichen Abschluss von Schulen – ein Jahr lang. Dabei wird auch ein 13 Wochen dauerndes Pflichtpraktikum absolviert. Es umfasst 7 Wochen in einem landwirtschaftlichen Betrieb, 2 Wochen in einem Kinderheim, 2 Wochen in einem Säuglingsheim und 2 Wochen in einem Altenheim. Dazu kommen noch Unterrichtsfächer wie Haushalts- und Betriebsführung oder Ernährung und Vorratswirtschaft.
Die Dorfhelferinnen sind beim Land Niederösterreich angestellt. Für 320 Einsätze pro Jahr leistet das Land jährlich Personalkosten von 13 Millionen Schilling (944.747 Euro). Rund 2,5 Millionen Schilling (181.682 Euro) kommen von den Betrieben als sozial gestaffelte Beiträge.

 
Bozen – Innsbruck: Gedankenaustausch unter und über Frauen
Innsbruck (rms) - Anfang Oktober war Vizebürgermeisterin Hilde Zach in Bozen auf Besuch, am 12. November stattete Stadträtin Ingeborg Bauer-Polo in Innsbruck einen Besuch ab. Grund war der Beginn eines Gedankenaustausches zwischen Innsbruck und Bozen über Fragen der Frauen- und Familienpolitik in beiden Städten. „Es gibt viele Fragen, die Bozen wie Innsbruck gleichermaßen tangieren, aber auch sehr gegensätzliche spezifische Themen“, so Zach.
Städteübergreifend sollen auch Rezepte entwickelt werden, wie Frauen am besten agieren können, damit sie Familie, Kinder und Beruf auf einen Nenner bringen können. Was kann bzw. muss verändert werden, dass Frauen der Einstieg in das öffentliche Leben leichter gemacht wird. Wichtig ist, so Bauer-Polo und Zach übereinstimmend, dass Frauen sich in der Öffentlichkeit engagieren, weil sie viele Dinge anders sehen als Männer. Vor allem sollten auch jüngere Frauen für hauptberufliche Tätigkeiten in der Politik gewonnen werden.
Bauer-Polo ist in Innsbruck geboren und erst seit der 3. Klasse Gymnasium nach Bozen übersiedelt. Zunächst war sie Lehrerin bzw. Schuldirektorin, bis sie sich vor ca. 10 Jahren der Politik zuwandte. Sie war u. a. für die Ressorts Schule, Jugend, Sport, für den Verkehr und die öffentlichen Arbeiten zuständig. Seit der letzten Wahl ist sie amtsführende Stadträtin für die Bereiche Schule, Weiterbildung, Universität und Personal. „Der Bürgermeister wollte, dass das Personalreferat von einer Frau geführt wird. Darüber hinaus habe ich hauptsächlich in Bereichen gearbeitet, die, wie z. B. der Verkehr, normalerweise den Männern vorbehalten sind. Aber es ist wichtig, dass Frauen in allen Lebensbereichen mitmischen und nicht nur z. B. für Frauen- und Familienfragen zuständig sind.“
Eines der in Bozen aktuellen Projekte ist die „Zeit in der Stadt“: Eine Initiative zur Koordinierung von Lebenszeit und Arbeitszeit, im Sinne der Hebung der Lebensqualität aller Bürger/innen. Dabei geht es um die Frage, was kann die Gesellschaft dazu beitragen, um es Frauen zu ermöglichen, neben dem Beruf auch Mutter zu sein. Es geht darum, die Zeit in der Stadt den Bedürfnissen der Benützer anzupassen: Von den Öffnungszeiten der Kindergärten über die Betriebszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel bis zu den Öffnungszeiten der Frisöre. Ein runder Tisch wurde geschaffen, an dem alle Partner, Stadt, Wirtschaft, Frauenorganisationen etc. zusammen sitzen. Weitere Bozner Projekte sind derzeit die Wiederbelebung von peripheren autofreien Einkaufsstraßen als Orte der Begegnung, die Einführung von Schulstraßen und die Öffnung von Schulhöfen in der schulfreien Zeit für die Allgemeinheit.
Bauer-Polo setzt auf die Zusammenarbeit der drei Frauen im insgesamt 11 Mitglieder umfassenden Bozner Stadtrat. Wir wollen parteienübergreifend einen Beitrag leisten, dass Frauen den Mut und auch die Chance haben, sich in der Öffentlichkeit zu engagieren.
In Innsbruck stand am Besichtigungsprogramm das Haus der Kinder- und Jugendkultur, der Kindergarten und Schülerhort Hötting West, das Projekt "Sprengel Innsbruck", das Schulprojekt "Handwerk-Hightech", die Frauenprojekte „Frauen in Innsbruck – Rollenbild“, Mädchenbücherbroschüre und die Frauencard.

 
Bereits Tausende Wintervögel im Großraum Linz
Linz (mag) - Vor kurzem fanden weitere Kartierungseinsätze im Rahmen der alljährlichen Wasservogelzählung der Naturkundlichen Station der Stadt Linz statt. Wie die Zähltrupps dieser Einrichtung des Amts für Natur- und Umweltschutz feststellten, sind bereits zwei Drittel der erwarteten rund 10.000 Wintervögel an den Gewässern des Großraums Linz eingetroffen. Die Mehrzahl sind Möwen aus Nordeuropa und von der finnisch-baltischen Seenplatte. Das Artenspektrum umfasst unter anderen Weißkopfmöwen, Sturmmöwen sowie Lach- und Silbermöwen. Voraussichtlich in den kommenden Wochen wird noch der Zuzug hunderter weiß gefiederter Schwäne aus der Gegend von Prag und Budweis erwartet. Die Vögel werden sich wieder an den beliebten Futterstellen an der Donau, zum Beispiel in der Nähe der Nibelungenbrücke, niederlassen. An den Seen im Raum Linz, und hier vor allem im Vogelparadies Weikerlsee, halten sich schon tausende Blesshühner und eine Vielzahl an Entenarten auf, wobei die Tafelenten und Schnatterenten überwiegen. Aber auch eher seltene Wintergäste, wie Silberreiher und Zwergtaucher, wurden bereits gesichtet.
Die Wasservogelzählung wird noch mit fünf Zählterminen bis April kommenden Jahres fortgeführt. Die Ergebnisse werden an die internationale Wasservogelzentrale in Holland übermittelt und stellen die Grundlage für gesamteuropäische Verbreitungskarten dar. Bei ihren vorwinterlichen Einsätzen stellten die Mitarbeiter der Naturkundlichen Station fest, dass auch die nach Linz zugezogenen Biber zu fixen Bewohnern der Landeshauptstadt geworden sind. Biberpärchen haben sich unter anderem in der Schwaigau bei Pichling und an der südlichen Stadtgrenze entlang der Traun niedergelassen. Während der so genannten Winterfraßzeit wird erwartet, dass die Pelztiere an den Uferrändern verstärkt als kleine Holzfäller in Erscheinung treten, um in der kalten Jahreszeit mit nahrhafter Baumrinde ihren Kalorienbedarf abzudecken.

 
Klagenfurt beschließt „stillen Silvester“
Klagenfurt (mag) - Den Klagenfurter Silvesterkarneval in seiner üblichen Form wird es heuer nicht geben: Angesichts der weltpolitischen Lage – Terroranschläge in den USA, Krieg in Afghanistan und Milzbrandalarm – hat sich der Klagenfurter Stadtsenat in seiner letzten Sitzung geeinigt, heuer eine Art "Stillen Silvester" durchzuführen. Der entsprechende Vorschlag dazu wurde von Vizebürgermeister Ewald Wiedenbauer eingebracht, Stadtrat Dr. Dieter Jandl, der in der Senatssitzung eigentlich den herkömmlichen Silvesterkarneval am Pfarrplatz beantragen wollte, wird in den nächsten Tagen ein entsprechendes Konzept gemeinsam mit Reinhard Eberhart, der in den letzten Jahren schon besinnliche Silvesterveranstaltungen durchgeführt hat, ausarbeiten. Bürgermeister Harald Scheucher und Stadtrat Dr. Dieter Jandl gaben aber auch zu bedenken, daß durch diese Pause – im nächsten Jahr soll der Silvester dann wieder als Jubel- und Trubelveranstaltung geführt werden – die Gefahr bestehe, daß es einen Einbruch bei den Gästenächtigungen geben kann und der traditionelle Klagenfurter Silvester damit kaputtgemacht wird.
   
Umweltstadträtin: Zehn Jahre Sonderprojekt des Stadtgartenamtes
Wiener Projekt von EU ausgezeichnet
Wien (rk) - "'Chancen geben' ist ein Vorzeigeprojekt mit sozialem Schwerpunkt, das sogar von der Europäischen Union ausgezeichnet wurde", betonte Montag Umweltstadträtin Dipl.Ing. Isabella Kossina bei einem Pressegespräch gemeinsam mit der zweiten Landtagspräsidentin Prof. Erika Stubenvoll im Schulgarten Kagran. Das Projekt habe sich bewährt und sei ein wertvoller Beitrag des Wiener Stadtgartenamtes zur Integration geistig behinderter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt. Auch die EU zeichnete das Projekt bereits 1999 als "vorbildliche Leistung für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen" aus.
"Das Resümee nach zehn Jahren Ausbildungsarbeit ist absolut positiv", so die Umweltstadträtin. "Das Wiener Stadtgartenamt leistet einen wertvollen Beitrag für ein Soziales-Grün, denn Menschen, die in der Privatwirtschaft keine Chance hätten Arbeit zu finden, haben hier eine großartige Möglichkeit einer sinnvollen und geschätzten Tätigkeit nachzugehen. Immerhin schaffen im Durchschnitt zwei Drittel der Jugendlichen die Eingliederung in den Arbeitsalltag. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass durch die große Einsatzfreude und hohe Motivation der Auszubildenden die Integration sehr gut gelungen ist".
Die MA 42 Stadtgartenamt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche, die auf Grund ihres Sonderschulabschlusses keine Lehre absolvieren können, in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu integrieren. Unter ständiger Betreuung zweier ausgebildeter Gärtnermeister werden den Jugendlichen die wichtigsten gärtnerischen Hilfsarbeiten sowie leichte fachliche Arbeiten beigebracht. Alle drei Monate wird die Arbeitsstelle gewechselt, um ein breites Spektrum an Tätigkeiten zu erlernen. Zusätzlich werden praxisbezogene Kurse abgehalten. Nach zwei Jahren sollte für alle Jugendlichen eine Integration in den Arbeitsprozess des Stadtgartenamtes möglich sein.
Besonders erfreut zeigte sich Kossina auch über die Auszeichnung der Europäischen Union: "Das Wiener Stadtgartenamt zeigt vorbildlich, dass es mit gutem Willen und viel Sensibilität gelingt, die Arbeitswelt für alle zu öffnen."
Der Startschuss für dieses Projekt wurde im November 1991 gegeben, und kam in Zusammenarbeit mit der Personaldirektion des Wiener Rathauses, dem Arbeitsmarktservice, dem Sozialamt und dem Stadtgartenamt zu Stande. Pro Jahr werden im November acht TeilnehmerInnen aufgenommen. Die Ausbildung erfolgt in Parks, im Reservegarten Hirschstetten und in der Baumschule Essling.
Nach beinahe zehn Jahren erfolgreicher Integration geistig behinderter Jugendlicher in einen "normalen" Arbeitsprozess werden die Weichen für eine Ausweitung des Sonderprojektes gestellt. Weitere Magistratsabteilungen, die über einen vergleichbaren Arbeitsablauf oder Beschäftigungsbereich verfügen, sollen in dieses Projekt mit eingebunden werden betonte die Präsidentin und Vorsitzende der Gemeinderätlichen Behindertenkommission der Stadt Wien, Prof. Stubenvoll.
Mehr als Beweis für die Notwendigkeit der Behinderten- Integration lässt sich anhand des zur Verfügung gestellten Budgets der Stadt Wien darstellen. Waren es 1995 noch ATS 1,007 Milliarden, die für die Behindertenarbeit veranschlagt wurden, betrug das Budget im Jahr 2000 bereits ATS 1,5 Milliarden. Und erfährt auch im 2002 eine weitere Steigerung. Das zeigt eben die soziale Kompetenz und Einstellung der Stadtregierung.
Die gemeinderätliche Behindertenkommission hat die Aufgabe, die Lebenslagen behinderter Menschen zu erheben, die notwendigen Maßnahmen auf dem Gebiet der Gesetzgebung und Vollziehung der Behindertenhilfe, Pflegevorsorge sowie Behindertengleichstellung zu beraten und entsprechende Vorschläge an die zuständigen Organe zu erstatten. Neben der Förderung von allgemeinen Integrationsmaßnahmen für den gesamten Lebenslauf eines behinderten Menschen, dem Ausbau integrativer Wohnmöglichkeiten, der Einstellung von behinderten Dienstnehmern durch die Stadt Wien, sind die Behindertengleichstellung und die Beseitigung von Barrieren in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, wie z.B. Kultur- und Freizeiteinrichtungen Hauptanliegen der Kommission.

 
„Grazer Merkur 2001“ verliehen
Graz (mag) - Der "Grazer Merkur" wurde am Samstag im Rahmen eines traditionellen Empfangs im Rathaus durch Bürgermeister Alfred Stingl in Anwesenheit von Gemeinderätin Elisabeth Potzinger Herrn Dr. Helmut Pfalz verliehen. Der "Grazer Merkur" wurde von der Philatelistischen Gesellschaft Graz als internationale philatelistische Auszeichnung gestiftet und wird für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Forschung, Publizistik, Kunst und Organisation, die für die gesamte österreichische Philatelie von wesentlicher Bedeutung sind, vergeben.
Laudator Walter Brünner von der Post AT schilderte in bewegten Worten die Biografie des Geehrten Dr. Pfalz, der 1928 in Wien geboren wurde und die Wirren des Zweiten Weltkrieges als Kind erleben musste. Nach bestandener Reifeprüfung und Studium an der juridischen Fakultät in Wien war Dr. Pfalz 40 Jahre lang als Rechtsanwalt tätig. Seit seinem sechsten Lebensjahr beschäftigte er sich mit der Philatelie. Insbesondere durch seine Präsidentschaft bei der WIPA (Förderation of European Philatelic Association), die als Dachverband der europäischen Philatelieverbände ausgezeichneten Ruf genießt, konnte Pfalz mit seiner ständigen Bemühung um eine Entwicklung und Ausweitung der philatelistischen Aktivitäten auch international Erfolge verbuchen. Nicht zuletzt ist er als Juror für die traditionelle Philatelie seinen Grundsätzen, dem Schönen und Aussagekräftigen, mit dem nötigen Feingefühl und der Schärfe für die Außergewöhnlichkeit zeitlebens verpflichtet gewesen.
Bürgermeister Stingl begrüßte die zahlreichen VertreterInnen der Philatelistischen Gesellschaft Graz sowie der Post AT und betonte bei der Verleihung des "Grazer Merkur" die große Bedeutung, welche die Philatelie für die Menschen darstellt, da es sich dabei mehr als bloß um die Pflege eines Geschäftsbereiches der Post AT handle.
"Die Philatelie stellt ein kontinuierliches, offenes Geschichtsbuch dar, welches die Geschichte der Welt sowie der Menschlichkeit und der Völker und Kulturen über die Jahre hinweg dokumentiert und eine Herausforderung für die Kunst und Kunstschaffenden darstellt. In einer Zeit, die gekennzeichnet ist von Trubel, Oberflächlichkeit und dem Denken in Event-Kategorien, hilft die Philatelie, die Spuren von Geschichte und Kultur nachzuvollziehen und so die Fähigkeit zu bewahren oder zu finden, auch dem Stillen und Nachdenklichen durch Studium und Forschung etwas abgewinnen zu können. Der Einblick in die Biografie des Geehrten Dr. Helmut Pfalz rechtfertigt, dass diese hervorragende Auszeichnung gerade ihm verliehen wird."