Neuer "Verkehrsfunk" wird Donauschiffe leiten
St. Pölten (nöwpd) - Schon in Kürze werden alle drei an der Donau gelegenen Bundesländer - Oberösterreich, Niederösterreich und Wien - als Mitglieder der "International Navigation Association" (INA), dem Internationalen Schifffahrtsverband, beigetreten sein. Diese weltweit tätige Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die wirtschaftliche und umweltverträgliche Entwicklung der Schifffahrt auf dem Meer und auf Binnengewässern zu fördern. An der Donau läßt die INA, der u.a. die beiden NÖ Häfen Krems und Ennsdorf angehören, jetzt ein hochmodernes Informations- und Kommunikationssystem installieren. Unter dem Namen RIS (River Information Services) soll es den Verkehr auf der Wasserstraße überwachen und lenkbarer machen.

"Wir wissen dann ganz genau, welches Schiff sich mit welcher Ladung wo genau auf der Donau befindet und wohin es fährt. Damit ist nicht nur ein besseres Monitoring von Gefahrengut gewährleistet, auch die Kapitäne können Häfen und Schleusen nach einem viel exakteren Fahrplan ansteuern. Mit diesem Projekt wollen wir die Donau als Verkehrsweg attraktiver machen", erklärte der Vorsitzende von INA-Österreich, Heinz Hagen. Das Potential dafür ist reichlich vorhanden: Die Transportkapazität von Österreichs einziger Wasserstraße bleibt noch zu 90 Prozent ungenutzt.
 
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