Junge WissenschafterInnen für ihre Arbeit ausgezeichnet
Kossina überreicht Förderungspreise für wissenschaftliche Umwelt-Arbeiten
Wien (rk) - Für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten im Umweltbereich wurden sieben junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter von der Stadt Wien ausgezeichnet. Umweltstadträtin Isabella Kossina und die Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung Karin Büchl-Krammerstätter überreichten Förderungspreise im Gesamtwert von 7.230 Euro. Mit dem "Förderungspreis " prämiiert die MA 22 (Umweltschutz) bereits seit 1998 hervorragende Diplomarbeiten und Dissertationen, die an Wiener oder anderen Hochschulen zu verschiedenen umweltrelevanten Themen verfasst wurden. Heuer haben insgesamt 30 Akademikerinnen und Akademiker ihre Arbeiten eingereicht. Sieben davon wurden mit Hauptpreisen im Wert von jeweils 750 Euro ausgezeichnet, neun weitere Arbeiten erhielten Anerkennungspreise im Wert von jeweils 220 Euro.

Umweltstadträtin Isabella Kossina: "Mit dem Förderungspreis wollen wir junge AkademikerInnen motivieren, ihre Diplomarbeiten und Dissertationen verstärkt praxisnahen Umweltthemen zu widmen. Denn genau das sind die Grundlagen für künftige Umweltmaßnahmen in Wien." Die Förderung der Wissenschaft im Umweltbereich ist der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) ein besonders Anliegen. Sie setzt auf einen vorsorgenden, integrativen und partnerschaftlichen Umweltschutz. Pro Jahr investiert die MA 22 rund 1,2 Millionen Euro in verschiedenste umweltrelevante Forschungsprojekte. Und das mit gutem Grund, betont Karin Büchl-Krammerstätter: "Die intensive Kooperation mit der Forschung macht es möglich, gemeinsam wirkungsvolle Lösungen für aktuelle Umweltprobleme zu finden und Synergieeffekte optimal zu nutzen."

Auch im Jahr 2003 wird es den "Förderungspreis für wissenschaftliche Umwelt-Arbeiten" geben. Die Arbeiten müssen Themen behandeln, die für den Umweltschutz in Wien interessant und verwertbar sind. Wie man die Arbeiten einreicht, erfährt auf einem Infoblatt, das bei der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) unter der Telefonnummer 4000/88220 (Foldertelefon) angefordert werden kann. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2003.

Die Haupt-Preisträger 2002 und ihre Arbeiten
Beim "Förderungspreis für wissenschaftliche Umwelt-Arbeiten 2001" wurden 30 eingereichte Dissertationen und Diplomarbeiten durch eine Jury aus Umweltexperten der Umweltschutzabteilung bewertet. Die Palette der behandelten Themen reichte von der Abfallwirtschaft, über den Naturschutz und die Luftreinhaltung bis hin zur Nachhaltigkeit und der Verkehrproblematik. Für folgende sieben Arbeiten wurden Hauptpreise zu jeweils 750 Euro vergeben:

1. Der Feldhamster (Cricetus cricetus) in einer Wiener Wohnanlage (Mag. Claudia Franceschini, Diplomarbeit an der Formal- und Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, 2002)

2. Gewinnung elektrischer und thermischer Energie aus Restmüll in Großmüllverbrennungsanlagen (Dipl.Ing.FH Oliver Kienast, Fachhochschule für Technisches Projekt und Prozessmanagement)

3. Artikel 6 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und seine Umsetzung in Österreich (Mag. Edith Hödl, Diplomarbeit an der Universität Salzburg, Rechtswissenschaftliche Fakultät)

4. Psychologische Einflussfaktoren bei der Wahl öffentlicher Verkehrsmittel (Mag. Sebastian Seebacher, Karl-Franzens- Universität Graz, Institut für Psychologie)

5. Ein polares Nephalometer zur Messung der Streufunktion atmosphärischer Aerosole - eine neue Messmethode (Dr. Werner Kaller, Dissertation an der Universität Wien, Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik)

6. Comparison of Municipal Solid Waste /MSW) Treatment Facilities under the Aspect of the Use of Refuse Derived Fuels (RDF) in the Cement Industry (Robert von Primavesi, Diplomarbeit an dem Institut für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes an der Montanuniversität Leoben)

7. Perspektiven urbaner Nachhaltigkeit in Zeiten internationaler Städtekonkurrenz - Das Beispiel Wien (Diplomarbeit an der Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Mag. Florian Wukovitsch)
 
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