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Alex Katz – Cutouts |
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Die erste Ausstellung im neuen »Museum Moderner Kunst Kärnten«
ist dem international angesehenen amerikanischen Künster gewidmet Das Museum Moderner Kunst Klagenfurt in den neu renovierten und auf internationale Standards gebrachten Ausstellungsräumen der ehemaligen Kärntner Landesgalerie wurde am Sonntag, den 29. Juni mit der Ausstellung „Alex Katz Cutouts“ eröffnet. Es ist die erste Einzelausstellung des international hochgeschätzten amerikanischen Malers in einem Museum in Österreich. Gezeigt werden rund 90 „Cutouts“, also ausgeschnittene, zum Teil lebensgroße Figuren, die zwischen 1959 und 2000 entstanden sind und in denen Malerei und Skulptur in einen faszinierenden Dialog treten. Alex Katz
Den Schritt vom leeren Farbraum, der viele der „beatiful people“, die Katz zu seinen Lieblingsmodellen erkoren hat, zu einem völligen Verzicht auf einen die Figur umgebenden Raum und damit zum „Cutout“, vollzog der Künstler erstmals 1959. Katz schnitt die Figur aus der Leinwand heraus, da ihm der Hintergrund nicht gelungen erschien, das „Cutout“ wurde auf Sperrholz aufgezogen und mit einem Sockel versehen.
Seit einigen Jahren wachsendes Interesse in Europa
Im Katalog zur Ausstellung schreibt Zdenek Felix über die künstlerische Strategie von Alex Katz: „Die Frage stellt sich, inwiefern es hier auch um die Künstlichkeit dessen geht, was wir für die Wahrnehmung der Welt halten. Alex Katz löst diese Frage als Maler, indem er der Welt der Phänomene mit einem klar definierten, zeitgemäßen Stil begegnet. Da liegt der Grund für die bemerkenswerte Aktualität seiner Malerei, auf die sich viele junge Künstler berufen. Er rehabilitiert die Malerei als eminent zeitgenössisches
Die Auswahl der Werke sowie die Präsentation im Museum moderner Kunst Klagenfurt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Alex Katz und Dr. Margit Brehm, Gastkuratorin für die Ausstellung in Klagenfurt, realisiert. Ein Katalog mit Abbildungen nahezu aller ausgestellten Werke und Texten von Zdenek Felix und Carter Ratcliff in deutscher und englischer Sprache ist im Hatje/Cantz-Verlag erschienen. Herausgegeben von Zdenek Felix, 96 S., ca. 80 farbige Abb., 18 x 27 cm, Leinen mit Schutzumschlag, Euro 23,65 ISBN 3-7757-1304-2 MMKK – das »Museum Moderner Kunst Kärnten« Und weil es ein ansprchsvolles Projekt geworden ist, ist es uns gelungen, die bedeutende Sammlerin im Bererich der modernen Kunst und Kärnten-Freundin Heidi Horten als Patin für das neue Museum zu gewinnen. Es war Zeit, daß wir neben der großen Zusammenschau auch in der Dokumentation uns der Aufgabe unterzogen haben, die bedeutenden Kärntner Künstler im 20. Jahrhundert und ihre Impulse für die europäische und die österreichische Moderne entsprechend aufzuarbeiten und ins internationale Licht zu rücken“, so der Landeshauptmann abschließend. Das MMKK, das nun eröffnet wurde, versteht sich als Ausstellungs-, Aktions- und Diskussionsraum für in Kärnten beheimatete, österreichische und internationale Positionen moderner und zeitgenössischer Kunst. Den Gegenheiten zeitgenössischer Kunstentwicklung folgend, werden die Erscheinungsformen bildende Kunst, Fotografie, Design, Architektur, Musik, Neue Medien und Performance einzeln wie auch in Cross-Overs und Verknüpfungen vorgestellt. Mit Fertigstellung der neuen Räume sind für dies Leitlinie wichtige Voraussetzungen geschaffen: Das architektonische Erscheinungsbild beschränkt sich nicht auf statistische Präsentation, sondern läßt sich den jeweiligen Anforderungen der unterschiedlichen Ausstellungen optimal anpassen. Der angestrebte Kontext der Öffnung und Zusammenarbeit mit bedeutenden Institutionen im In- und Ausland erfordert die Umsetzung neuester Erkenntnisse der Museumslandschaft – beginnend bei Architektur und Infrastruktur bis hin zu den Inhalten. Durch den aufwendigen Umbau entsprechen die attraktiven Räumlichkeiten, die technischen Einrichtungen und Sicherheitsvorkehrungen nun internationalen Standards. Aufbauend auf der langjährigen Tätigkeit der Kärntner Landesgalerie wird ein dynamisches Team durch wissenschaftlich fundierte und organisatorisch optimierte Aktivitäten dem kunstinteressierten Publikum eine vielschichtige cisuelle und intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Kulturgeschehen ermöglicht. Zusätzlich zur traditionellen Pflege des historischen Erbes der Kärntner Moderne des 20. Jahrhunderts im Rahmen von Ausstellungen und Publikationen setzt das Museum Moderner Kunst Kärnten in Zukunft auf Innovation, Wechsel und Überraschung: So erlauben zur Eröffnung des Museums Moderner Kunst Kärnten die komplexen Werke des in der Pop-Art Generation wurzelnden, aber stets eigenen Wegen verpflichteten Alex Katz einen neuen Blick auf die Welt. In Vorbereitung ist eine mehrjährige Programmschiene mit dem Arbeitstitel „Doppelspiel“. Sie hat das Ziel, jeweils zwei Kärntner Künstler unterschiedlichster Generationen zueinander in Beziehung zu bringen. Für die erste dieser „Folgen“ wird Dr. Dieter Bogner, internationaler Museumsexperte, als Kurator wirken. Auch die Fotografie wird ins Ausstellungsprogramm miteinbezogen werden und in einem weiteren Themenprojekt als regelmäßige „Reihe“ positioniert werden. Im Sommer 2004 widmet sich das Museum Moderner Kunst Kärnten der umfassenden Ausstellung „Eremiten-Kosmopoliten, Moderne Malerei in Kärnten 1900-1955“. Ergänzt werde diese vier Programmschwerpunkte – zeitgenössische Kunst, Klassische Moderne, das Projekt „Doppelspiel“ sowie die Fotografie-Serie – durch kontinuierliche, begleitende Veranstaltungen. Die bislang wenig gezeigten, umfangreichen Sammlungsbestände des Hauses sollen künftig unter verschiedenen Aspekten inszeniert und so dem interessierten Publikum zugänglich gemacht werden. Im Rahmen einer mehrjährigen Serie sind pro Jahr zwei „Doppelspiele“ geplant. Für Spätherbst dieses Jahres ist angedacht, die Bilder des in den 1980er Jahren verstorbenen Malers Johann Fruhmann (1928–1985) und das konzeptuelle Schaffen des in Wien lebenden Künstlers Heimo Zobernig (geb. 1958) in ein kreatives Doppelspiel zu verwickeln. |
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