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Archäologische Grabungen Königsgrab am Wieserberg |
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Die Grabkammer des Königsgrabes vom Wieserberg bei Dellach im Gailtal wurde vor etwa einem Jahr vollständig
freigelegt. Bei Öffnung der im 7. Jahrhundert vor Christus angelegten Grabkammer stellten Archäologen
fest, dass die Kultstätte offenbar bereits wenige Jahre nach der prunkvollen Bestattung des Königs vollständig
ausgeraubt wurde. Das Rätsel, wer in einem der größte Hügelgräber des Ostalpenraumes
bestattet worden war, bleibt damit ungelöst.
Bis in 7 Meter Tiefe drangen die Archäologen des Archäologielandes Kärnten und des Landesmuseum für Kärnten ins Innere des Grabhügels oberhalb von Dellach im Gailtal vor. Dort stießen sie schließlich auf die von einer tonnenschweren Steinpackung abgedeckte Grabkammer. Die behutsame Öffnung der 4 mal 5 Meter großen Kammer bestätigte jedoch die schlimmsten Vermutungen: die Räuber, Zeitgenossen des bestatteten Fürsten, hatten ganze Arbeit geleistet. Antike Störung „Eine Gruppe von Grabräubern dürfte bereits wenige Jahre oder Jahrzehnte nach der Bestattung des Königs seitlich bis zur Grabkammer vorgedrungen sein,“ vermutet Dozent Dr. Paul Gleirscher vom Kärntner Landesmuseum. „Darauf deutet auch eine erst in den letzten Wochen entdeckte, ungewöhnliche Aufschlichtung von Steinen im nordöstlichen Bereich des hallstattzeitlichen Grabhügels hin. Spurlos Erschwernis für die Grabungsarbeiten und für die „kriminalistische“ archäologische Forschung ist die Tatsache, daß es sich beim Grabmonument vom Wieserberg um einen künstlich aufgeschütteten Hügel aus Schotter handelt, der auf eine eiszeitliche Moräne aufgesetzt wurde. Grabungsleiter Dr. Wolfgang Artner: „Während im festen Erdreich jede Störung eindeutig abzulesen ist, bleiben auf einem porösen Untergrund wie Schotter keine Spuren zurück. Der Schotter ist wie ein Sieb. Organische Reste werden im Laufe der Jahrhunderte zersetzt und durch einsickerndes Wasser einfach weggeschwemmt.“
Gescheiterte Beraubung von oben Schon auf einer 1995 durchgeführte Georadaruntersuchung war ein mehrere Meter tiefer, mit dunklerem Material verfüllter Schacht feststellbar. Allerdings hört der Schacht mehrere Meter über der von den Räubern mittig vermuteten Grabkammer auf. „Diese Grabräuber haben ihr Vorhaben vermutlich aufgegeben, da die Wände des Schachts wegen des porösen Materials dauernd nachgegeben haben“, vermutet Grabungsleiter Artner. Die Räuber wären aber ohnehin zu spät gekommen. Denn heute deutet alles darauf hin, dass die Grabkammer bereits von Zeitgenossen mit sehr guten Ortskenntnissen durch einen seitlichen Schacht beraubt wurde.
Das frühe Kärnten Das beraubte Grab macht die Hoffnungen zunichte, genauere Erkenntnisse über den hier bestatteten König zu gewinnen. Archäologen erwarten sich jedoch im gesamten Gebiet der sogenannten „Gurina“, das von der Hallstattzeit bis zur Spätantike über rund 1.500 Jahre eines der Siedlungszentren Kärntens bildete, zahlreiche weitere aufschlussreiche Funde und Erkenntnisse über das „frühe“ Kärnten. © Bilder: Landesmuseum f. Kärnten bzw. Archäologieland Kärnten |
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Dellach 65 A-9635 Dellach im Gailtal Telefon: +43 / (0)4718 / 301 Telefax: +43 / (0)4718 / 301-16 E-Mail: dellach-gail.tourist@ktn.gde.at http://www.tiscover.at/dellach-im-gailtal |
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