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Niederösterreichische Landesgeschichte Von Mag. Willibald Rosner |
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Das Gebiet des heutigen Niederösterreich war seit der Antike von Kelten, Römern, Germanen und Slawen
kulturell und religiös geprägt worden, wobei das keltische Königreich Noricum und die römischen
Provinzen Noricum und Pannonien räumliche Bezüge geboten hatten.
Das Werk wurde ab 1282 von den Habsburgern fortgesetzt, wobei Niederösterreich mit seiner Hauptstadt Wien als Erzherzogtum Österreich unter der Enns im Laufe der Zeit immer mehr an geopolitischer Bedeutung gewann und schließlich zum Zentrum des seit Beginn des 16. Jahrhunderts um die böhmischen und ungarischen Länder erweiterten habsburgischen Besitzkomplexes und, da die Habsburger seit dem 15. Jahrhundert auch römische Kaiser und deutsche Könige waren, praktisch auch des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wurde. Dieser Umstand führte allerdings auch zu wiederholten Heimsuchungen des Landes durch Kriege, von denen hier vor allem die Invasionen durch den Ungarnkönig Matthias Corvinus im 15. Jahrhundert, die Schweden 1645/46, die Türken 1529 und 1683 und die Kuruzzen zu Beginn des 18. Jahrhunderts sowie die preußischen Einfälle - zuletzt 1866 - und vor allem die französischen Kriegszüge von 1805 und 1809 zu nennen sind. Zugleich fand in Niederösterreich aber auch eine kulturelle Entwicklung statt, die in der Barockzeit einen
Als die österreichisch-ungarische Monarchie 1918 zerfiel, wurde Niederösterreich das größte und bevölkerungsreichste Bundesland der Republik Österreich. Um eine Dominierung des neuen Staates durch ein Land zu verhindern, aber auch aus innenpolitischen Gründen beschloß man, Niederösterreich und Wien zu trennen und zwei neue Bundesländer zu schaffen. Die Trennung erfolgte mit 1. Jänner 1922, und Niederösterreich verlor damit seine Hauptstadt. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen behielten die Landesverwaltung und der Landtag aber ihren Sitz in den historischen Gebäuden in der Wiener Herrengasse. Niederösterreich war 1918 auch Grenzland geworden; die neuentstandene Tschechoslowakei forderte die Abtretung niederösterreichischen Gebietes und bekam diese im sogenannten Frieden von St. Germain auch zugesprochen: Die Stadt Feldsberg mußte abgetreten werden, und eine Reihe von Ortschaften im nordwestlichen Waldviertel gingen verloren, weil die Tschechen den Bahnknotenpunkt bei Gmünd beanspruchten. Als Österreich 1938 an des Deutsche Reich angeschlossen wurde, blieb Wien auch weiterhin Verwaltungssitz, obwohl Krems an
Der Zusammenbruch des Dritten Reiches 1945 war vor allem in Ostniederösterreich mit schweren Heimsuchungen verbunden. Bombardierungen, Kampfhandlungen, Zerstörungen, Plünderungen und Vergewaltigungen, gefolgt von einer jahrelangen sowjetischen Besatzung machten den Wiederaufbau sehr schwierig. Erst als die Sowjets 1955 nach Abschluß des Staatsvertrages abzogen, war ein freie politische und ökonomische Entwicklung möglich. Niederösterreich mußte zunächst einen Aufholprozeß durchmachen, der erst in den siebziger Jahren zu einem annähernden
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