Auf den Spuren der Nibelungen  

erstellt am
16. 06. 03

Die oberösterreichische Donau hat viel zu erzählen
Malerische Landschaften, uralte Städtchen und überall verfallene Burgruinen: So präsentiert sich das majestätische Donautal im Land ob der Enns.


Greinburg bei Grein Foto: TV Strudengau/Buschek
Eingebettet zwischen Voralpenland und Böhmerwald sucht der sagenumwobene Strom seinen Lauf durch ein traditionsreiches Kulturland, das so viel zu erzählen hat wie kaum eine andere europäische Gegend. Dem Lauf des Flusses folgend zogen einst schon die Nibelungen durch das Donautal. Auch erste christliche Missionare hinterließen ihre Spuren zwischen Passau und Strudengau. Mächtige und traditionsreiche Klöster und Stifte wie Engelszell, Schlögen oder Wilhering zeugen von der Geschichtsträchtigkeit der faszinierenden Flusslandschaft. Ebenso alte Festungen wie Vichtenstein, Rannariedl, Schaunburg oder Grein.

So ist es kein Wunder, dass gerade kulturinteressierte Urlauber im Donautal voll auf ihre Rechnung kommen. Neben den unzähligen Kulturdenkmälern erwarten sie hochkarätige Veranstaltungsreihen – beispielsweise im Strudengau, wo allsommerlich die „Donau Festwochen“ für Furore sorgen. Und natürlich das innovative Kulturangebot der Landeshauptstadt Linz, die mit der Ars Electronica, dem Brucknerfestival und einem spektakulären „Museum der Zukunft“ lockt.

Genießer verbinden einen Kultururlaub an der Donau mit dem vielfältigen Naturangebot der Region. Als Paradies für Radfahrer etwa hat der Strom längst Berühmtheit erlangt. Entsprechend groß ist hier auch das Angebot: Pauschalradreisen von Passau nach Wien mit Übernachtungen inklusive Frühstück, Gepäcktransfer sowie Schifffahrten dauern zwischen sieben und acht Tage und sind ab € 328,-- pro Person zu buchen. Der Donauradweg – quasi die Urmutter aller Radwanderwege – eignet sich aber ebenso für Tagesausflüge. In fast jedem Ort entlang des Wasserweges werden Fahrräder verliehen, und Gasthäuser, die sich auf die Biker spezialisiert haben, kümmern sich um das leibliche Wohl.

Aber auch für Wanderer gibt es entlang des Stromes viel zu entdecken. Der Donauhöhenweg beispielsweise folgt dem Strom von Passau bis Linz und schlängelt sich auf dem Höhenrücken über der Donau an trutzigen Burgruinen, verträumten Schlossmauern und stolzen Bauernhöfen vorbei. Beschauliche Dörfer über dem Nibelungenstrom laden dabei
ebenso zum Verweilen wie mittelalterliche Städte mit viel Flair. Die achttägige Wanderung kostet inklusive sieben Nächtigungen mit Frühstück, Gepäcktransfer, Schiffspassage, Bahnrückfahrt und anderen Leistungen ab € 348,-- pro Person.

Egal ob Kultur-, Rad- oder Wanderurlaub – eine Schifffahrt auf Europas bedeutendster Wasserstraße gehört in jedem Fall dazu. Etliche Reedereien betreiben Linienverkehr auf der Donau, und romantische Ausflugsfahrten gehören fix ins Sommerprogramm der Donaugemeinden. Darüber hinaus wird der Strom nicht nur von bärtigen Frachtschiffern und schmucken Passagierschiffkapitänen befahren, sondern auch von Skippern und Privatbootbesitzern, für die es Gästeliegeplätze und Clubhäuser gibt. Und für gesellige Runden stehen in Untermühl die zwei Wikingerboote „Odin“ und „Godafoss“ sowie ein dazugehöriges Wikingerdorf zur Verfügung. Von dort aus lassen sich (wie vor mehr als tausend Jahren) Raubzüge unternehmen – bei Verpflegung mit Bier und herzhafter Kost, versteht sich. Dass diese Ausflüge nicht ganz ernst gemeint sind, kratzt kaum an der Würde der Donau. Zuviel Geschichte ist dazu bereits den alten Strom hinab geflossen.

Informationen:
Donau Oberösterreich
Hopfengasse 3
4020 Linz
info.donau@oberoesterreich.at
     
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