Wo noch echte Tiroler Wildnis herrscht
     
Im Tiroler Naturreservat Eng im Karwendelgebirge gibt es noch Waldgebiete im Urzustand.

Uralte Tannen und Fichten, manche bis zu 300 Jahre alt, recken ihre mächtigen Stämme in den Himmel.
Tiroler Naturjuwel: Großer Ahornboden in der Hinterriss
Foto: TV Kaunertal
Dazwischen liegen kreuz und quer vermodernde Baumstämme, mit oder ohne Wurzeln - wie bizarre Skulpturen. Kein Holzfäller schwingt hier seine Axt, kein Forstarbeiter rückt mit der Kettensäge den Baumriesen zu Leibe. Der Wald ist sich selbst überlassen. Ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten – und für den erholungssuchenden Menschen. Acht Tiroler Waldgebiete sind als Naturwaldreservate ausgewiesen und damit unter besonderen Schutz gestellt. Fünf dieser Urwälder liegen im Alpenpark Karwendel, der sich mit dem bayrischen Gebirgsanteil zum größten Naturschutzgebiet der Ostalpen vereinigt.

Beliebter Ausflugspunkt in diesem Naturwaldreservat ist die Engalm. Ihr Name ist mit einer botanischen Rarität verbunden. Über 2000 Bergahorne formen hier einen lichten Wald, der sich über ein Gebiet von rund 240 Hektar erstreckt: der Große Ahornboden. 400 bis 600 Jahre sind die Bäume alt. Sie können sich aber nur schwer ausbreiten, und so wurden in den letzten Jahren Jungahornbäume gepflanzt, um das einzigartige Landschaftsbild weiterhin zu erhalten. Es ist nicht leicht, die Vielfalt der Flora und Fauna des Alpenparks Karwendel zu entdecken. Schon deshalb lohnt sich ein Ausflug zur Engalm, denn dort gibt ein Naturlehrpfad Aufschluss über die Pflanzen- und Tierwelt dieses wunderschönen Naturreservats. Des weiteren bietet ein Info-Zentrum in Hinterriss mittels Sonderschauen und Multivisionsvorführungen alles Wissenswerte über das Karwendel. Die Zufahrt zur Engalm mit dem Auto (Mautstraße) ist nur über deutsches Bundesgebiet möglich.
  Agrargemeinschaft Eng Alm, Robert Wilfling
Tel: ++43 / (0)5242 / 65238, Fax: ++43 / (0)5242 / 65238, E-Mail:
info@engalm.at.

     
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